Dieselskandal: Razzia bei VW und BMW

Abgas-Software Razzia bei BMW wegen Betrugsverdacht Quelle dpa

Bei BMW heißt es, die Razzien seien einer "fehlerhaft zugeordneten Software" geschuldet.

Die Affäre um mutmaßlich manipulierte Abgaswerte weitet sich aus.

Es besteht der Anfangsverdacht, dass BMW eine Abschalteinrichtung verwendet bzw. verwendet hat, die erkennt, dass das Auto auf einem Prüfstand steht, wie aus der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft hervorgeht.

Die Staatsanwaltschaft München I hatte deshalb bereits am 27. Februar ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet - "wegen des Verdachtes des Betruges in circa 11.400 Fällen".

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft München hatte das deutsche Kraftfahrtbundesamtes (KBA) in Flensburg die Staatsanwaltschaft über die Problematik am 22. Februar informiert. Die BMW-Vertreter hätten "eingeräumt, in zwei Fahrzeugenmodellen, den Modelltypen 750xd und M550xd, seien unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut worden".

Laut BMW handle es sich jedoch um ein Versehen.

Bei der Razzia durchsuchten rund 100 Polizisten und Staatsanwälte Räume in der Konzernzentrale, im Forschungs- und Innovationszentrum in München und im Dieselmotorenwerk im österreichischen Steyr.

Das BMW-Werk in Steyr hat eine Hausdurchsuchung bestätigt. Der Konzern weist darauf hin, dass die Modelle zunächst mit der richtigen Software ausgestattet worden seien und die fehlerhafte Software erst deutlich nach Produktionsstart verwendet worden sei. So habe man irrtümlich ein für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickeltes Programm auf Modelle der 5er und 7er-Serie aufgespielt. Dadurch hätte dann die Abgasreinigung nicht mehr richtig funktioniert. BMW hatte bislang stets darauf hingewiesen, man habe mit der Diesel-Affäre nichts zu tun.

Zweieinhalb Jahre nach Beginn des Dieselskandals bei Volkswagen hat die Abgasaffäre nun endgültig auch BMW erreicht. Unabhängig davon habe das Unternehmen aber bereits interne Untersuchungen eingeleitet.

BMW hatte vor wenigen Wochen mitgeteilt, dass es zu dem Fehler gekommen sei, der bei internen Tests festgestellt worden sei. Dort will Vorstandschef Harald Krüger einen Ausblick für das laufende Jahr geben. Die Behörde fand keine Beanstandungen.

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