Mediendirektor des Vatikan tritt zurück

Dario Viganò muss seinen Job im Vatikan als Mediendirektor aufgeben

Der Mediendirektor des Vatikan, Dario Vigano, ist zurückgetreten. Wie der Vatikan mitteilte, nahm Papst Franziskus das Rücktrittsangebot an. Bei der offiziellen Präsentation einer Buchreihe zur Theologie von Papst Franziskus hatte Vigano einen Brief von Benedikt XVI. verlesen, in dem dieser das Publikationsprojekt an sich lobt, zugleich einen Einleitungsaufsatz ablehnt. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers wird der bisherige Sekretär des Mediendikasteriums, Lucio Adrian Ruiz (52), die Behörde leiten.

In der vergangenen Woche war zu einer heftigen Kontroverse um den päpstlichen Kommunikationschef gekommen. Er habe aus gesundheitlichen Gründen und wegen anderer Verpflichtungen die elf Bücher nicht gelesen und könne daher keine theologische Beurteilung von Franziskus abgeben, so Benedikt.

Bei der Buchvorstellung hatte Vigano nur die ersten beiden Absätze des Briefes verlesen. Der zweite, der die Begründung der Absage enthielt, war nicht mehr dabei; ein Foto des Schreibens wurde dafür teilweise manipuliert und Passagen unkenntlich gemacht. In dem Schreiben zu Büchern über die theologische Ausbildung von Franziskus kritisierte Benedikt den "törichten" Vergleich zwischen sich und seinem Nachfolger, wonach Franziskus bloß ein "praktisch veranlagter Mann ohne besondere theologische und philosophische Bildung sei". Vigano begründete seine zunächst selektive Veröffentlichung des Briefs mit dessen privatem Charakter und wies jede Manipulationsabsicht von sich. Der Brasilianer war seit 2015 Präfekt des Kommunikationssekretariats der römischen Kurie und zuvor seit 2013 Direktor des Vatikanischen Fernsehzentrums CTV.

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