Whatsapp-Gründer ruft auf: Löscht endlich Facebook

Ein Emoji von einem Baum und eines von einem Smiley dazwischen steht ein Gleichheitszeichen

Brian Acton, der Whatsapp 2017 verliess, ruft auf Twitter seine Follower dazu, Facebook zu löschen. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Datenanalysefirma Cambridge Analytica möglicherweise illegal Zugriff auf Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern hatte.

In einem Blogeintrag schrieb Acton, er plane mit den Signal-Entwicklern "eine neue Form von Nonprofit-Technologie zu schaffen, die sich auf Datenschutz und Sicherheit für jedermann, überall konzentriert". Cambridge Analytica bestreitet die Vorwürfe, die Facebook-Kundendaten für die US-Wahl benutzt zu haben. Angeblich war die Datenauswertung wichtiger Grundstein für das Team um Donald Trump beim US-Wahlkampf 2016. "Das gesamte Unternehmen ist entsetzt darüber, dass wir hintergangen wurden", hieß es in einer Mitteilung. Aktuell formiert sich auch unter Nutzern Widerstand, es gibt bereits eine regelrechte Bewegung, die unter dem Hashtag #deletefacebook fordert, das Nutzerkonto bei Facebook zu löschen. Die Aktionäre machten geltend, dass die Konzernführung sie über die Fähigkeiten in die Irre geführt habe, die Daten der Nutzer zu schützen.

Das soziale Netzwerk Facebook steht seit kurzem unter dem bisher schwersten Beschuss seiner Geschichte. Die Firma hatte die Daten von 50 Millionen Facebook-Usern entwendet - ohne die Nutzer darüber zu informieren.

Mark Zuckerberg dürfte schon schönere Tage erlebt haben. Die Forderung Actons sorgt unter anderem deshalb für Aufsehen, als dass sie von einem ehemaligen Facebook-Insider stammt. Ende Februar war bekanntgeworden, dass er mit einer Stiftung namens Signal Foundation den Krypto-Messenger Signal unterstützt.

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