US-Notenbank Fed erhöht erneut Leitzins

Jerome Powell setzt den Kurs seiner Vorgängerin fort. Quelle AP

Dieser knüpft mit der moderaten Zinserhöhung an den Kurs seiner Vorgängerin Janet Yellen an. In ihrer Mitteilung stellte die Notenbank weitere Leitzinsanhebungen in Aussicht.

Es war die erste Sitzung unter der Leitung des neuen Notenbankchefs Jerome Powell.

Es war die ersten Anhebung des Leitzinses unter Verantwortung des neuen Fed-Chefs Jerome Powell.

2017 hatte die Zentralbank unter Powells Vorgängerin Janet Yellen die Zinsen bereits drei Mal angehoben. "Die wirtschaftliche Erholung hat sich in den vergangenen Monaten verstärkt", heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar zur jüngsten Zinsanhebung. Dies wurde von Experten als Zeichen gewertet, dass es künftig auch steiler bergauf gehen könnte. Dieses und nächstes Jahr will sie angesichts der brummenden Wirtschaft diese Gangart beibehalten. Die Arbeitslosigkeit soll demnach bis Ende des Jahres auf 3,6 Prozent fallen. Der Leitzins am Ende des Jahres 2019 werde bei 2,9 Prozent und ein Jahr später bei 3,4 Prozent liegen.

Powell kündigte am Mittwoch den Anstieg des Leitzinses um einen Viertelpunkt auf 1,5 Prozent bis 1,75 Prozent an. Alles andere seien Projektionen, die sich ständig ändern könnten. US-Präsident Donald Trump hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, Zölle auf Importe von Stahl und Aluminium zu verhängen. Ökonomen befürchten nach einer langen Phase von nicht anziehender Inflation inzwischen sogar einen Inflationsdruck und sehen Anzeichen für eine Überhitzung.

Zugleich signalisierte die Fed, ihren Straffungskurs zumindest in diesem Jahr unverändert fortzuführen.

Einige Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss hätten das Thema Zölle auf der Zinssitzung angesprochen. Powell hatte zwar bei seinem Amtsantritt Ende Jänner erklärt, er fühle sich weiter einer moderaten Geldpolitik verpflichtet.

Allerdings hatte Powell im Februar vor Kongressabgeordneten gesagt, persönlich gehe er von einer stabilen Wirtschaftslage aus.

Die Notenbank entschied sich deshalb auch, die Projektionen für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr leicht nach oben zu korrigieren. Der US-Aktienindex Dow Jones stand zuletzt etwas tiefer als vor dem Zinsentscheid. So wird durch höhere Zinsen der US-Dollar gestärkt. Aktienkurse können dagegen bei schnellen Zinsanstiegen fallen.

Related:

Comments

Latest news

"Akzeptable" Handels-Lösung — EU und USA
Vor ihrer Abreise hat Malmström erklärt, sie wolle eine komplette Ausnahmeregelung für alle 28 Länder der EU erreichen. Diese Länder hätten ihre Produkte in den USA unter Wert verkauft, erklärte das Ministerium zur Begründung.

Microsoft veröffentlicht Preview von Windows Server 2019
Für die Sicherheit wird das Defender Advanced Threat Protection stärker integriert, sowie der Sicherheit in der Netzwerkumgebung. Mit dem Release von Windows Server 2019 sollen hierüber nun auch Windows und Windows Server gleichermaßen unterstützt werden.

Mutmaßlicher Paketbomber von Austin ist tot
Bereits am Vortag hatte er sich zu der Bombenserie geäußert und den Urheber als "sehr, sehr krankes Individuum" bezeichnet. Da unter den Verletzten aber auch Weiße waren, wurde nicht ausgeschlossen, dass der Mann seine Ziele zufällig auswählte.

Staatsanwalt: Ex-Bayern-Star Alonso soll 5 Jahre ins Gefängnis
Dem ehemaligen spanischen Weltmeister Xabi Alonso droht wegen möglicher Steuerhinterziehung eine langjährige Gefängnisstrafe. Zuletzt waren Gerüchte laut geworden, dass Champions-League-Sieger Real Madrid großes Interesse an Lewandowski habe.

Russische Justiz ordnet Entschlüsselung von Telegram an
Erst kürzlich ersetzte das Unternehmen die als unsicher geltende Hashfunktion SHA-1 mit dem noch unknackbaren Nachfolger SHA-256. Bei der Verschlüsselung der Nachrichten setzt der Dienst auf das eigens entwickelte Protokoll MTProto.

Other news