Doch kein Außerirdischer? Rätsel um Mumie gelöst

Das Rätsel um die Mini Mumie aus Chile ist endlich gelöst

Doch umfangreiche DNA-Untersuchungen zeigen: Das kleine mumifizierte Skelett ist eindeutig das eines weiblichen Menschen.

Laut der im Fachjournal "Genome Research" veröffentlichten Studie handelt es sich bei dem Skelett um einen totgeborenen Säugling oder um den bei einer Fehlgeburt abgegangenen weiblichen Fötus mit abnorm langgezogenen Schädel und übergroßen Augenhöhlen.

Doch Experten der University of California (San Francisco) und der Stanford University wissen es besser: Sie haben jetzt das Geheimnis des Wüsten-Aliens gelüftet. Das lasen die Experten am Verhältnis der X- und Y-Chromosomen ab. Und warum waren die Körper-Proportionen so verrutscht?

Nun haben Genomanalysen letzte Zweifel ausgeräumt: Der kleine Körper gehörte einem Mädchen, das wahrscheinlich als Frühgeburt auf die Welt kam.

►Außerdem litt die winzige Chilenin (darauf lässt ein geografischer Populationsabgleich schließen) offenbar an einer Vielzahl von Mutationen, die Knochen- und Schädelfehlbildungen zur Folge hatten. Andere Mutationen hingegen seien zwar als mögliche Auslöser von Erkrankungen bekannt, aber bisher noch nie mit derartigen Störungen in Verbindung gebracht worden.

Wie lange lebte Ata wirklich? Außerdem fand der Knochenexperte Ralph Lachman beim Röntgen heraus, dass bestimmte Knochenteile überraschenderweise aussahen wie die eines sechs- oder siebenjährigen Kindes.

Schon bei der ersten Untersuchung waren weitere Ungewöhnlichkeiten aufgefallen: Das kleine Skelett weist nur zehn statt der üblichen zwölf Rippenpaare auf. Das wiederrum war möglich, weil das von der Wüstensonne mumifizierte Skelett nur etwa 40 Jahre alt war.

Sollte die winzige Ata mit den ungewöhnlichen Deformationen tatsächlich so lange gelebt haben?

Nein, folgern die Forscher heute: Ata, wie die Mumie nach ihrem Fundort genannt wurde, sei ein Fötus gewesen, habe aber an einer seltenen Erkrankung gelitten, die die Knochen vorzeitig altern lasse. Und es zeige, dass man sich bei Patienten auf der Suche nach Ursachen für bestimmte Erkrankungen, nicht nur auf eine einzelne Mutation fokussieren solle.

"Das ist ein großartiges Beispiel dafür, wie uns die Sequenzierung alter Funde dabei hilft, auch moderne Proben zu analysieren", betont Butte.

Auch über die Ursachen von Atas zahlreichen Fehlbildungen machten sich die Forscher in ihrem Artikel Gedanken.

Die Mumie, die als "Atacama-Humanoid" oder auch "Ata" bezeichnet wird, wurde 2003 in der verlassenen Stadt La Noria in der chilenischen Atacama-Wüste gefunden. Dies habe möglicherweise bei den vorgeburtlichen DNA-Schädigungen eine Rolle gespielt.

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