Barley: Facebook will Datenskandal-Betroffene informieren

Barley: Facebook will Datenskandal-Betroffene informieren

Wie die Ministerin weiter sagte, ist die genaue Zahl der betroffenen deutschen Nutzer noch unklar. Unternehmen wie Facebook müssten deutlich strenger überwacht werden.

Schon vor dem Treffen hatte Barley in der "Süddeutschen Zeitung" kritisiert, dass Nutzer und Behörden zu spät von dem Fall informiert worden seien, obwohl "Facebook vom dubiosen Handeln von Cambridge Analytica seit Langem wusste". "Hier geht es wirklich um eine Bedrohung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit", warnte Barley. Gründer und CEO Mark Zuckerberg schaltet ganzseitige Anzeigen, um sich bei seinen Nutzern zu entschuldigen und leistet in Fernseh-Interviews Abbitte. "Für solch starke Unternehmen gelten bestimmte kartellrechtliche Vorschriften: Sie dürfen ihre Marktmacht gegenüber den Kunden nicht missbräuchlich ausnutzen". Zu dem Treffen soll unter anderem Facebooks europäischer Chef-Lobbyist Richard Allan kommen. So sammelten sich laut Medienberichten Daten von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern an.

Berlin - Im Skandal um die unerlaubte Nutzung der Daten von Millionen Facebook-Nutzern hat sich das Unternehmen verpflichtet, alle Betroffenen zu informieren. Sie hatte die Daten von einem britischen Professor bekommen, der eine App mit einer Psychologie-Umfrage auf die Facebook-Plattform brachte (TAG24 berichtete).

Nach der damaligen Funktionsweise von Facebook hatte die App des Professors auch Zugang zu einigen Informationen der Freunde der ungefähr 300.000 Umfrage-Teilnehmer bekommen, etwa deren Likes und Interessen.

Facebook betont, die Weitergabe der Daten an Cambridge Analytica sei ein "Vertrauensbruch" seitens des App-Entwicklers gewesen.

"Die FTC nimmt jüngste Presseberichte sehr ernst, die grundsätzliche Bedenken aufwerfen, was den Umgang mit privaten Daten bei Facebook angeht". Versprechen seien aber nicht genug. Cambridge Analytica ist dafür berüchtigt, Donald Trump 2016 im Wahlkampf unterstützt zu haben.

Barley fordert auch kleinteiligere Einverständnis-Erklärungen für die Datennutzung, um mehr Kontrolle zu ermöglichen. In Großbritannien will die Regierung nach Informationen der Londoner "Times" Facebook, aber auch Google und Twitter zu einfacheren Datenschutz-Regeln zwingen.

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