Kraftfahrt-Bundesamt ruft 11.000 BMW-Autos zurück

BMW hatte Dieselautos mit einer falschen Abgas Software ausgestattet

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den Rückruf von gut 11 000 BMW-Dieselautos angeordnet, damit unzulässige Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung entfernt werden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) begründe den Schritt der Behörde damit, in der Motorsteuerung seien "die vorhandenen unzulässigen Abschalteinrichtungen zu entfernen", so der "Spiegel".

Demnach sind von dem Bescheid, der schon am 13. März erlassen wurde, die Fahrzeugtypen BMW 750 3.0 Diesel Euro 6 und BMW M550 3.0 Diesel Euro 6 betroffen.

BMW hatte mehr als 11 000 Dieselautos mit einer falschen Abgas-Software ausgestattet.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte die BMW-Zentrale vor knapp zwei Wochen durchsucht und Ermittlungen wegen Betrugsverdachts bei der Abgas-Reinigung eingeleitet. Bei BMW beteuert man jedoch, dass lediglich aus Versehen beim Service die falsche Software aufgespielt worden sei, nämlich die für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelte Version. BMW gehe davon aus, dass es sich um eine fehlerhafte Software-Zuordnung handelt und nicht um eine gezielte Manipulation der Abgasreinigung, bekräftigte ein Sprecher des Autobauers am Freitag. Dort soll sie wegen anderer Abgasnachbearbeitungs-Hardware problemlos funktionieren. Die nun zurückgerufenen Fahrzeuge seien ursprünglich mit korrekter Software ausgeliefert worden. Die von BMW vorgeschlagene technische Änderung an den Fahrzeugen werde derzeit vom KBA geprüft und solle zeitnah freigegeben werden.

Nach dem "Spiegel"-Bericht war ein 7er-BMW erstmals im Mai 2017 bei Messungen der Deutschen Umwelthilfe mit drastisch überhöhten Stickoxidemissionen aufgefallen".

Als das KBA Anfang dieses Jahres einen Wagen prüfen wollte, kam der Fall ins Rollen. Der Spiegel hatte zuvor über den Rückruf berichtet. Daraufhin hätten die BMW-Ingenieure das Fahrzeug zu einem vermeintlichen Service ins Werk zurückbeordern wollen.

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