Lawrow erhebt Vorwürfe gegen den Westen

Sergej Lawrow der Außenminister von Russland

Sie nutzten offene Lügen und Desinformation. In Zeiten des Kalten Krieges habe es wenigstens einige Regeln gegeben.

Jetzt aber hätten die USA und Großbritannien allen Anstand fahren lassen und machten Kinderspielchen.

Der für die britischen Geheimdienste arbeitende Ex-Oberst der russischen Militäraufklärung GRU Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im britischen Salisbury vergiftet worden. Moskau bestreitet dies vehement. Aus Solidarität mit London hatten die USA und zahlreiche EU-Länder, darunter auch Deutschland, insgesamt rund 140 russische Diplomaten ausgewiesen. Moskau verwies als Gegenmaßnahme ebenso viele Diplomaten des Landes. Petersburg schloss seine Türen und zog die Flagge ein. Lawrow stellte in den Raum, dass der Anschlag auch durchaus im Interesse von Großbritannien selbst gewesen sein könnte. Ob Moskau zusätzliche Sanktionen gegen den Westen verhängen werde, sei noch offen, sagte Lawrow. "Wir wollen diese Kinderspiele nicht". Mit den Ausweisungen werde lediglich die Möglichkeit geschmälert, eine Lösung des Konflikts auf diplomatischer Ebene zu finden, sagte Lawrow.

Er hoffe, dass sich der Zustand von Sergej Skripal bald bessere.

Die britische Seite behauptet, an der Vergiftung der Skripals mit dem Stoff A234 sei der russische Staat beteiligt gewesen. Außerdem hat Russland einen Fragenkatalog zum Anschlag veröffentlicht und gefordert, Zugang zu Julia Skripal zu bekommen. Der 33-Jährigen geht es inzwischen deutlich besser. Ihr Vater befindet sich nach Angaben der Ärzte in einem kritischen Zustand. Gleichzeitig will Moskau die Ermittlungen vorantreiben. Er nannte aber keine weiteren Details dazu. Die Sitzung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Sie ist eine unabhängige internationale Organisation, die aber eng mit den Vereinten Nationen zusammenarbeitet.

Related:

Comments

Latest news

Talent Risa verlässt den 1. FC Köln wieder
Für eine kleine Ablösesumme kehrte der Abwehrspieler in seine norwegische Heimat zu Erstligist Odds BK zurück. FC Köln: Nachwuchshoffnung Birk Risa (20) macht den Absprung, heuert beim norwegischen Klub Odds BK an.

Eintracht Frankfurt: Ante Rebic fällt mit Muskelfaserriss vier Wochen aus
Der 32-Jährige könnte laut Klub-Angaben aber schon im kommenden Ligaspiel gegen Hoffenheim (So., 18 Uhr) wieder auflaufen. Wie die Hessen am Montag mitteilten, hat Marco Russ eine starke Prellung des Spanns erlitten.

Mehrere Tote bei Angriff der Boko Haram in Nigeria
Es blieb zunächst unklar, ob unter den Getöteten ausschließlich Zivilisten oder auch Kämpfer von Boko Haram oder Soldaten waren. Zuletzt hatten -Boko Haram-Islamisten die Provinzhauptstadt Maiduguri im Nordosten Nigerias an Weihnachten ins Visier genommen.

Multiplayer kosten
Die Spieler fürchten jedoch, dass dann ein Spiel immer mehr Pay-to-Win Elemente besitzt und damit nicht mehr interessant ist. Die ersten Bugs werden bereits erwartet und man hofft viele zu finden damit sie bis 2018 ausgemerzt werden können.

IS bekennt sich zu Anschlägen auf das Parlament in Teheran
Ein Dritter Angreifer wurde verhaftet, dennoch ist vom IS bisher keine offizielle Verlautbarung getroffen worden. Der iranische Geheimdienst sprach von Terroranschlägen, ohne jedoch direkt den IS zu erwähnen.

Other news