2,7 Millionen EU-Bürger von Daten-Skandal betroffen

Nach Skandal: Facebook aktualisiert die Datenschutz-Bedingungen

Am Freitag wurde darüber hinaus bekannt, dass Facebook schon vor zweieinhalb Jahren über den Datenverlust informiert worden war. Die Zahl habe Facebook in einem Brief an die EU-Kommission genannt, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Freitag. "Wir werden es jedem mitteilen, dessen Daten von Cambridge Analytica betroffen sein könnten", sagte Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg in einem Interview mit der Nachrichtenagentur "Bloomberg" am Donnerstagabend. Facebook habe sich dann nicht weiter um die Angelegenheit gekümmert.

Allerdings könne der Konzern nicht ausschließen, dass es weitere Datenlecks gegeben habe, sagte Sandberg dem US-Fernsehsender NBC. Es bedürfe in der Sache aber weiterer Gespräche mit Facebook, insbesondere vor dem Hintergrund der neuen EU-Datenschutzregeln.

Facebook verschärft nach der Kontroverse um Propaganda aus Russland seine Regeln für Polit-Werbung. Wer sie schalten will, muss künftig Identität und Standort bestätigen.

Facebook hatte den Umfang der Affäre diese Woche Stück für Stück offengelegt.

Die Neuerungen werden zunächst in den USA eingeführt und sollen in den kommenden Monaten auf den Rest der Welt ausgeweitet werden. Die soll die Daten unrechtmäßig im Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump genutzt haben. Doch es werde schwerer, gefälschte Zugangskonten und Seiten für die Verbreitung von Werbung zu nutzen - "was die Russen während der Wahl 2016 getan haben".

Mundt hält Facebook in den seit zwei Jahren andauernden Ermittlungen vor allem vor, Daten auch auf Drittseiten ohne Wissen der Nutzer zu sammeln und zu verwerten.

Die Information soll ganz oben im Newsfeed von Facebook auftauchen. Es soll eine einfache Möglichkeit geben, diese Apps zu löschen, kündigte Sandberg an.

Der Internetkonzern steht durch den Skandal um die mutmaßliche Abschöpfung der Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern weltweit durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica unter massivem Druck.

BrüsselIn der Facebook-Affäre sind die Daten von bis zu 2,7 Millionen EU-Bürgern unerlaubt an eine Analysefirma weitergeben worden. Zuvor war man von 50 Millionen Betroffenen ausgegangen. Im Ringen um Schadensbegrenzung wird Facebook-Chef Mark Zuckerberg nächste Woche erstmals dem US-Kongress Rede und Antwort stehen.

Österreichs Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) hatte bereits am Donnerstag in einer Mitteilung die "umgehende" Aufklärung der 33.568 potenziell betroffenen User in Österreich gefordert.

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