Ermittler verhinderten Anschlag bei Halbmarathon in Berlin

Berliner Halbmarathon

Die Berliner Polizei hat einem Bericht zufolge einen Anschlag verhindert. Sechs Menschen werden festgenommen.

Nach der Festnahme von sechs mutmaßlichen Islamisten in Berlin prüfen die Sicherheitsbehörden Hinweise auf mögliche Anschlagspläne.

Vor der Sportveranstaltung habe es "vereinzelte Hinweise darauf gegeben, dass die Festgenommenen im Alter von 18 bis 21 Jahren an der Vorbereitung eines Verbrechens im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung beteiligt gewesen sein könnten", erklärte die Polizei am Nachmittag. Wegen der noch andauernden Ermittlungen könnten zum jetzigen Zeitpunkt allerdings keine weiteren Informationen mitgeteilt werden.

Am Abend betonte die Polizei allerdings, man habe keine konkreten Hinweise, dass das Sportereignis Ziel eines Anschlags gewesen sein könnte. "Für die Läufer und Teilnehmer und das Personal bestand zu keiner Zeit eine Gefahr", sagte ein Polizeisprecher.

Die Durchsuchungen hätten sich auf Personen bezogen, "die wir dem islamistisch-terroristischen Bereich zurechnen".

Die Polizei will weiter beschlagnahmte Handys und Computer auswerten. Spezialkräfte hätten auch einen Hauptverdächtigen festgenommen, der geplant haben soll, mit Messern Zuschauer und Läufer zu töten. Zur Durchführung seiner Tat soll er zwei extra scharf geschliffene Messer besessen haben.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen wollte der Mann mit einem Messerangriff den Tod von Amri rächen.

Die Behörden bestätigten das ausdrücklich nicht.

Eine der jetzt durchsuchten Wohnungen im Westen der Stadt war der "Welt" zufolge auch nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt schon Ende 2016 durchsucht worden. Zahlreiche Zuschauer säumten bei strahlendem Sonnenschein die Strecke. "Es ist beruhigend, dass die Berliner Polizei diese mutmaßlichen Gefährder offenbar so unter Beobachtung hatte, dass sie sie jederzeit aus dem Verkehr ziehen konnte", lobte die Gewerkschaft der Polizei. Der Verdächtige habe bereits seit Längerem unter Beobachtung der Sicherheitskräfte gestanden. Nach Angaben des Berliner "Tagesspiegels" war der Hauptverdächtige zuvor zwei Wochen dauerobserviert worden. Er sei den Behörden aus den Nachermittlungen zum Amri-Anschlag in Berlin bekannt gewesen, zitierte die Zeitung Sicherheitskreise.

Zuletzt habe es offenbar einen Hinweis von einem ausländischen Geheimdienst gegeben, wonach der Mann einen Anschlag auf den Halbmarathon plane. Deshalb hätten die Sicherheitskräfte eingegriffen.

Auf Twitter teilte die Polizei mit, dass der Staatsschutz gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft Wohnungen und Fahrzeuge im Stadtgebiet durchsucht habe. Dort hätten speziell trainierte Hunde angeschlagen. Bei den Durchsuchungen sei nichts Verdächtiges gefunden worden, weder Waffen noch Sprengstoff.

Noch am Vormittag erklärte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD), angesichts der Attacke von Münster habe er die ohnehin verschärften Sicherheitsvorkehrungen noch einmal überprüfen lassen.

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