A Quiet Place: Das kleinste Geräusch bringt den Tod

Mucksmäuschenstill sein, um zu überleben - das ist das bittere Schicksal einer Familie in dem Horror-Thriller "A Quiet Place" - sprichwörtlich ein stiller Ort. Krasinski ist vor allem als Schauspieler aus der US-Serie "The Office" über den Büroalltag bekannt und spielt auch in "A Quiet Place" eine der Hauptrollen. Irgendwo, irgendwann in den USA: Die Familie Abbott lebt auf einer einsamen Farm, umgeben von Wäldern und Maisfeldern - und blutrünstigen Monstern, die nach Gehör jagen. Früh wird klar, dass schon unzählige Menschen den blinden Monstern zum Opfer gefallen sind, weil sie nicht leise genug waren. Sprechen sowieso. Und wer einen Schrei ausstößt, begeht klaren Selbstmord. Monopoly spielt man mit Stofffiguren.

Es dauert mehr als eine halbe Stunde, bis das erste Wort im Film gesprochen wird. Und für einen Horrorfilm, der natürlich die Masse ansprechen soll, fährt der Film gerade zu Beginn erstaunlich konsequent mit seiner Linie: Der Score ist quasi gar nicht vorhanden und die einzigen Geräusche sind natürlichen Ursprungs auf der Leinwand.

Als Mutter Evelyn allerdings schwanger wird, steht die Familie vor einer riesigen Herausforderung. Einige der packendsten Szenen und fast alle Höhepunkte des Films gehen auf ihr Konto. Die Stille in "A Quiet Place" ist die große Stärke des Films. Krasinski kostet sie voll aus. Zum Vergleich: "Jigsaw" hat nur 1,6 Millionen am ersten Abend in ähnlich vielen Kinos eingespielt - und das, obwohl Fortsetzungen in Previews eigentlich deutlich besser laufen, weil das Publikum mit der Marke schon vertraut ist und so schnell wie möglich wissen will, wie es weitergeht. In diesen Momenten erklingt auch ganz gezielt die Filmmusik von Horrorspezialist Marco Beltrami ("Scream"). Es freut mich vor allem, dass speziell die Kids durchweg überzeugen, speziell Millicent Simmonds als taube Tochter Regan. Kein Wunder, dass die Familie nur noch barfuß unterwegs ist und alles, was Geräusche machen könnte, aus ihrer Welt verbannt. Krasinski zieht das Publikum damit in seinen Film hinein und lässt es die Situation authentisch erleben.

Die Schauspielerin Millicent Simmonds ("Wonderstruck") ist tatsächlich gehörlos. Am Set half sie den anderen mit der Gebärdensprache.

Ihr ängstlicher, jüngerer Bruder Marcus (Noah Jupe) muss mit dem Vater (John Krasinski) immer wieder hinaus, um die wichtigsten Survival-Techniken zu erlernen.

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