Steamspy schließt wegen neuer Privatsphäre-Regeln von Valve

Steam Screenshot

Valve hat die Privatsphäre-Einstellungen für Nutzer seiner Spieleplattform Steam überarbeitet.

Bislang waren die Daten vieler Steam-Nutzer öffentlich abrufbar, nur wenige Steam-Mitglieder hatten ihr Profil auf privat gestellt. Allerdings müssen deshalb einige externe Dienste schließen, darunter auch der beliebte Analyse-Service SteamSpy. Steam-Betreiber Valve hat die Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen am 10. April in einem Blog-Eintrag angekündigt.

Steam-Spy-Betreiber Sergey Galyonkin schrieb auf Twitter, dass sein Dienst ohne die standardmäßige Sichtbarkeit der Steam-Bibliotheken nicht mehr funktionieren könne. Bisher war diese Information öffentlich zugänglich, solange man die Spiele nicht manuell verbarg - so gelangte SteamSpy an die Informationen darüber, wie viele Nutzer ein Spiel besitzen und spielen. Nach den Änderungen an der Privatsphäre ist damit nun Schluss. Wie PC Gamer in seinem Bericht zu den Anpassungen schreibt, werden in Zukunft Statistiken zu Steam in der bisherigen Form wohl nicht mehr verfügbar sein.

Valve geht damit sehr wahrscheinlich auf die aktualisierte Datenschutz-Grundverordnung ein, die innerhalb der Europäischen Union ab dem 25. Mai 2018 in Kraft tritt. Journalisten konnten sich einen Überblick über im Trend liegende Spiele verschaffen, Entwickler einen Blick auf die Konkurrenz werfen und Nutzer prüfen, ob es im gewünschten Titel überhaupt noch eine Spielerbasis für zügige Mehrspieler-Matches gibt. Die Zahlen waren nie ganz präzise, taugten aber zumindest zur Orientierung und zum Vergleich.

Steam Spy war 2015 gestartet und seit dem zu einer festen Größe für die Auswertung von Steam-Statistiken geworden - für WinFuture war dabei unter anderem auch immer wieder die Auswertung der genutzten Betriebssysteme ein interessantes Thema. Er sieht keine andere Möglichkeit, die Nutzerzahl akkurat genug schätzen zu können. SteamSpy soll lediglich als Archiv im Netz bleiben.Gegenüber PCGamesN äußern sich mehrere Entwickler enttäuscht über das Aus von SteamSpy.

Related:

Comments

Latest news

Scheuer will E-Lkw von Maut befreien
Die Lkw-Maut soll ab dem Sommer auch auf 40.000 Kilometer Bundesstraßen erhoben und damit deutlich ausgeweitet werden. Die Bundesregierung will nach dem Umstieg auf Elektroautos nun auch die E-Mobilität bei Lastwagen stärker fördern.

Urteil: Deutschland verstößt bei Familiennachzug gegen EU-Recht
Im Dezember beantragte sie, Eltern und Brüder nachholen zu dürfen - dies wurde mit dem Verweis auf ihre Volljährigkeit abgewiesen. Das liefe dem Ziel der Richtlinie, den Grundsätzen der Gleichbehandlung und der Rechtssicherheit, zuwider.

Syrer verlassen Deutschland mangels Familiennachzugs
Dem werde Deutschland nicht gerecht. "Diese Flüchtlinge fühlen sich natürlich im Stich gelassen". Als Grund würden viele Syrer die erschwerte Familienzusammenführung nennen.

Ronaldo schießt Real in 97. Minute ins Halbfinale
Ronaldo verwandelte in der siebten Minute der Nachspielzeit, schoss Real weiter und Juve raus. Für den FC Bayern war der Champions-League-Abend ein guter.

Mann ersticht Ex-Frau und Kind
Hamburg - Am Donnerstag ist es am U-Bahnhof Jungfernstieg in Hamburg offenbar zu einem schrecklichen Familiendrama gekommen . Aufgrund von Straßensperrungen komme es zu Verkehrsbehinderungen in der Hamburger Innenstadt, so die Beamten weiter.

Other news