Zuckerberg sollte auch im Europaparlament aussagen — EU-Kommissarin

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Das Europaparlament hat sich im aktuellen Facebook-Datenskandal geschlossen dafür ausgesprochen, den Chef des sozialen Netzwerks, Mark Zuckerberg, vorzuladen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll nun auch vor dem EU-Parlament Rede und Antwort stehen. Die beiden hatten Parlamentspräsident Antonio Tajani in einem offenen Brief dazu aufgefordert, Zuckerberg in verschiedene Ausschüsse einzuladen. Der 33-Jährige war am Dienstag zu einem fünfstündigen Frage-Marathon im US-Kongress erschienen, am Mittwoch folgte eine zweite Anhörung.

"Davon abgesehen wird es ab dem 25. Mai dank der Europäischen Datenschutzgrundverordnung möglich, empfindliche Strafen zu verhängen, falls sich mutmaßliche Rechtsbrüche wie bei Facebook und Cambridge Analytica wiederholt oder fortsetzt". Dass die Nürnberger Facebook schon lange vorher nicht vertraut haben belegt unsere Umfrage. "Zuckerberg muss sich nun den Europaabgeordneten stellen, um glaubwürdig zu bleiben", sagte Albrecht. Nach Einschätzung von Facebook könnten davon die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein - unter ihnen sollen auch 2,7 Millionen EU-Bürger sein.

In der schriftlichen Stellungnahme an den US-Kongress hat Zuckerberg sich nicht auf europäische Belange bezogen, obwohl beispielsweise das Brexit-Referendum oder die Parlamentswahlen in zahlreichen europäischen Ländern durch Facebook maßgeblich beeinträchtigt wurden. Eine Absage habe es bislang nicht gegeben, sagte seine Sprecherin am Donnerstag. Das EU-Parlament wartet seit drei Wochen auf eine Antwort des Facebook-Gründers.

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