Lobinger: Der Krebs ist zurück

Traurige Nachricht des Stabhochspringers Tim Lobinger: Der Krebs ist zurück

Anfang März 2017 wurde bei Lobinger eine besonders aggressive Form des Blutkrebses diagnostiziert (TAG24 berichtete). "Dafür ist eine leicht mutierte Form zurückgekehrt", erklärte Lobinger im Interview mit dem Magazin "Stern" (Donnerstag-Ausgabe). "Jetzt geht es rasant, das war die Sorge", so der 45-Jährige, der mittlerweile in München lebt.

Vor 20 Jahren hatte Lobinger als erster deutscher Stabhochspringer die magische Sechs-Meter-Marke überflogen.

Dann erklärt er: "Der zweite Krebs ist schwerer zu besiegen, das habe ich auch gemerkt". Tim Lobinger hat dem Kampf gegen den Krebs also noch nicht gewonnen. Und ganz unbegründet diese Sorge nicht. "Diese Aussicht beziehungsweise Hoffnung hatte ich".

Besonderen Dank spricht Lobinger seiner Frau Alina aus. Tim Lobinger erinnert sich: "Ich habe viel geweint". Komischerweise konnte ich nachts gut schlafen. Am nächsten Tag bin ich aufgestanden, habe noch mal geweint, aber dann habe ich gesagt: "Okay, ist jetzt so".

Es ist eine Diagnose, die einfach nur traurig macht: Der Krebs ist wieder da! "Die Schuhgröße geht manchmal von 43 auf 47 hoch, wegen der geschwollenen Füße. Das hört sich anders an, als Woche für Woche zu bangen". Als er die Diagnose erhalten habe, sei für ihn erst einmal die Welt zusammengebrochen. Eine weitere Chemotherapie sei bislang aber nicht eingeleitet worden. Stattdessen beommt er alle vier Wochen Lymhzellen des Stammzellenspenders. Im Januar dann ein erneuter Niederschlag: Trotz fünf Chemotherapien und einer Stammzellentransplantation war der Krebs zurück. Außerdem hatte Lobinger noch einen Tumor in der Schulter, "die Krebszellen hatten sich auch im Knochen angesiedelt und drohten ihn zu zerfressen". Die Schulter wurde bestrahlt und Tim Lobinger kämpfte sich mühsam durch seinen Alltag: "In der Zeit konnte ich mir nicht mal den Kopf waschen oder eine Tasse aus dem Schrank holen". Eins ist klar: Lobingers Sportsgeist wird immer bleiben. Von 2012 bis 2016 arbeitete er bei RB Leipzig als Athletiktrainer.

Alina und Tim Lobinger hatten sich bereits vor der Krebsdiagnose nach 15 Jahren Beziehung getrennt. "Das ist Schwerstarbeit", erzählt Lobinger im Interivew.

Es wird sich zeigen, ob der dreifache Familienvater sich erneut einer Chemotherapie unterziehen muss. Wir wünschen Tim Lobinger und seiner Familie alles Gute.

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