Kaum verändert - Dax vor dritter Gewinnwoche in Folge

Angedrohter US-Angriff in Syrien treibt Dax tiefer ins Minus

Der Dax habe den politischen Risiken getrotzt und mit dem Überwinden der Marke von 12 390 Punkten einen Schritt in Richtung Normalität unternommen, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Auch die Aktien der Lufthansa sind gefragt. Spekulationen auf weitere Zinsschritte der US-Notenbank Fed zügelten den Appetit der Anleger auf das Edelmetall. Der Technologieindex TecDax stieg um 0,37 Prozent auf 2573,09 Punkte.

"Dass Trump bereit ist, in den Syrien-Konflikt aktiv einzugreifen, führt an den Finanzmärkten zu Verunsicherung, denn letztlich würden damit Russland und die USA auch militärisch aufeinander treffen", kommentierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein den sich verschärfenden Konflikt. "Es könnte sehr bald sein oder überhaupt nicht so bald". Deutsche Börse war der Verlierer des Tages mit einem Kursrückgang von 1,71 Prozent. Die Achterbahnfahrt an den US-Börsen geht also munter weiter in Abhängigkeit der Tweets des US-Präsidenten.

Unterstützung kommt von den Überseebörsen, denn sowohl in den USA als auch in Asien legten die Aktienmärkte zu. Es wird damit gerechnet, dass der Aufsichtsrat am Donnerstag den bisherigen VW-Markenchef Herbert Diess zum Nachfolger des amtierenden Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller bestimmt.

Die Lufthansa-Papiere sackten nach der Bekanntgabe ihrer Verkehrszahlen für März um 3,7 Prozent ab. Der schwache US-Dollar und höhere Rohstoffkosten hatten im ersten Quartal dem Verpackungsspezialisten Gerresheimer zu schaffen gemacht.

Als Schlusslicht im MDax verloren die Rheinmetall-Aktien 5,83 Prozent.

Noch kräftiger aber ging es für das Papier der Gea Group abwärts. Nach zahlreichen Gewinnwarnungen enttäuschte der Anlagenbauer den Markt erneut. Sie beendeten den Handel mit plus 5,49 Prozent auf 432,50 Euro. Zwar hielt das Management die Jahresziele noch aufrecht, doch Analysten zweifeln daran, ob der Konzern sie halten kann. Die Aktien von Salzgitter rückten dagegen an der MDax-Spitze um 4,66 Prozent vor. Der Sportartikelhersteller veröffentlichte kurz zuvor Zahlen zum ersten Quartal und hob seine Spanne für das Jahresgewinnziel an. Wirecard ist optimistischer für den Gewinn im laufenden Jahr und überraschte auch positiv mit seinen Aussagen zu den mittelfristigen Zielen.

Im Blick stand auch wieder die Steinhoff-Aktie, die um 15 Prozent nach oben sprang, nachdem sie tags zuvor bei 0,139 Euro ein Rekordtief erreicht hatte. Der in einen Bilanzskandal verwickelte Handelskonzern hat aus dem Verkauf von Aktien seiner südafrikanischen Tochter Star rund 254 Millionen Euro erlöst und damit seine Finanzlage entspannt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,34 Prozent am Vortag auf 0,33 Prozent.

Interesse dürfte am Markt zudem der angekündigte Börsengang des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Wissenschaftsverlags Springer Nature wecken.

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