Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst

Verdi-Chef Frank Bsirske verhandelt mit Innenminister Horst Seehofer. Es geht um 2,3 Millionen Beschäftigte. Quelle dpa

Vor Beginn neuer Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst hat Bundesinnenminister Seehofer Kompromissbereitschaft signalisiert. "Wir werden die Verhandlungen so weiterführen, dass wir zügig zu sinnvollen Ergebnissen kommen", erklärte der CSU-Minister am Sonnabend. "Denn diese Beschäftigten erbringen für unser Land einen ganz wichtigen Dienst". Vielmehr handelt es sich weitgehend um eine gewöhnliche Gehaltsrunde: Gemeinsam mit dem Beamtenbund dbb fordert Ver.di sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Seehofer kündigte ein Angebot an die Gewerkschaften an. Dieses Mal müsste es jahresbezogen mehr als eine zwei vor dem Komma geben, sagte Bsirske. Kommunen und Bund gingen bei den Verhandlungen weiter "Schulter an Schulter" vor. Würde es jetzt nicht gelingen, einen Durchbruch zu erzielen, "wäre das ein Zeichen für eine Eskalation des Konfliktes". "Ich hoffe, dass wir in dieser dritten Runde nach Möglichkeit fertig werden und dass es einen vernünftigen Abschluss gibt", sagte Seehofer.

Der öffentliche Dienst leiste einen wertvollen Beitrag dafür, dass Deutschland funktioniere. Das gelte besonders auch für Auszubildende. Seehofer könne "den Knoten durchschlagen", so Silberbach.

Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandeln über das Einkommen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. In den vergangenen Tagen hatten massive Warnstreiks unter anderem Teile des Nahverkehrs in Deutschland lahmgelegt und den Flugverkehr gestört. "Dann würden wir die Arbeitskampfmaßnahmen natürlich nochmal verstärken müssen". Der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA, Thomas Böhle, muss die Interessen finanzstarker Städte und Gemeinden sowie klammer Kommunen unter einen Hut bringen. Die dritte Runde ist nach dem Start am Nachmittag bis Montag angesetzt, kann aber auch erst am Dienstag oder Mittwoch enden. Eine weitere Runde ist vorerst nicht geplant.

Diese Nachricht wurde am 14.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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