USA-Experte rechnet fest mit Militärschlag Trumps in Syrien

USA-Experte rechnet fest mit Militärschlag Trumps in Syrien

Russland wirft vor allem den USA immer wieder vor, eine anti-russische Stimmung zu schüren. Aber kann Trump das wollen?

Nachdem US-Präsident Donald Trump schon am Dienstag einen unmittelbar bevorstehenden Militärschlag gegen Syrien wegen des mutmaßlichen Giftgasangriffs auf die lange von islamistischen Rebellen kontrollierte Stadt Duma angekündigt hatte, wartet die Welt darauf, wann und ob es zu dieser Eskalation kommen wird.

Trumps Tweet kommt einen Tag, nachdem er Russland gewarnt hat, sich auf einen Raketenangriff auf Syrien vorzubereiten. Schön seien die Raketen, neu und smart.

"Sollte es einen Angriff von Seiten Amerikas geben (.), werden die Raketen abgeschossen und die Objekte angegriffen, von denen sie abgefeuert wurden", sagte Alexander Sassypkin im libanesischen Fernsehen, wie die Agentur Interfax am Mittwoch meldete. Trump selbst zieht den Vergleich zum Kalten Krieg.

Die Beziehungen zu Russlands seien schlechter als je zuvor, schrieb Trump weiter.

Aber was will er erreichen? Sucht er gezielt die Konfrontation mit Moskau?

Man weiß es nicht.

USA-Experte rechnet fest mit Militärschlag Trumps in Syrien

Später schien er seine harten Worte etwas relativieren zu wollen. Das aber gilt als fraglich. Vizepräsident Mike Pence habe die Zusammenkunft am Mittwochnachmittag geleitet, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders. Die Assad-Regierung kämpfe bereits seit Jahren gegen den internationalen Terrorismus. Zuletzt ist es still geworden um solche Forderungen.

Dem UN-Sicherheitsrat gelang es am Dienstagabend nicht, eine Resolution zu dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz zu verabschieden. Am 7. April 2017 trafen 59 Cruise Missiles den Shayrat-Fliegerhorst, von dem aus offenbar der Giftgasangriff auf die nordsyrische Stadt Khan Scheichun geflogen worden war.

Der Präsident der Europäischen Linken, Gysi, sieht dagegen keinerlei Rechtfertigung für einen US-geführten Militärschlag gegen Syrien. Denn Waffen hat Russland nach Medienberichten genügend vor Ort: von Marschflugkörpern des Typs Kalibr bis zu Panzerabwehr- und Luftbodenraketen. Russischen Angaben zufolge fliegt die Kinschal mit bis zu zehnfacher Schallgeschwindigkeit und ist deshalb kaum abzufangen. Damit würde eine direkte Konfrontation der Atommächte drohen. "Halte dich bereit, Russland", so Trump.

Der Militäreinsatz der Westmächte in Syrien ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister James Mattis vom Samstag generell ein Schlag gegen die Infrastruktur der chemischen Waffenproduktion des Landes gewesen. Der die Drohung enthaltene Tweet Trumps spiegele eine gefährlich leichtsinnige Herangehensweise an eine kritische Situation wider, sagte Kossatschow.

Ein Bild des US-Präsidenten von dem Strassenkünstler Pegasus.

"Ich glaube, dass die Evidenz, dass dort Chemiewaffen eingesetzt wurden, sehr, sehr klar und sehr deutlich ist", sagte sie am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Berlin. Ein vorzeitiger Abzug, wie von Trump gewünscht, "wäre der grösste Fehler", seitdem der frühere Präsident Barack Obama sämtliche Truppen aus dem Irak abgezogen habe.

Das ohnehin belastete Verhältnis zwischen Washington und Moskau ist damit weiter drastisch abgekühlt. Diese Nachforschungen von Sonderermittler Robert Mueller seien "korrupt". Für Russland und den Iran, der mit Tausenden von eigenen Soldaten sowie mit dem Einsatz schiitischer Milizen aus dem Libanon, dem Irak und Afghanistan das Assad-Regime stützt, bedeutet der "Sieg" in Ost-Ghuta dagegen die Konsolidierung ihrer militärischen Präsenz sowie eine willkommene Atempause. Es gab es mehrere Sitzungen und Briefings des US-Sicherheitsrats unter dem neuen Sicherheitsberater John Bolton, der seinen Job am Montag antrat und bereits drei bisherige Mitarbeiter des Gremiums vor die Tür setzte. Und er befeuerte Spekulationen, er könne den Sonderermittler Mueller entlassen. Der regierungsnahen Zeitung "Watan" zufolge sollen 40.000 Kämpfer und deren Familien Duma verlassen. Und das will er sich nicht gefallen lassen (Video: Reuters).

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