Aus Rassismus? Starbucks lässt Männer festnehmen, weil sie nichts bestellen wollten

Empörte Bürger demonstrieren in Philadelphia gegen die Festnahme zweier Afroamerikaner in einerm Starbucks-Caf

Zwei Männer saßen am Donnerstag in einem Starbucks-Café in Phildelphia und warteten auf einen Bekannten.

Auf diese heftigen Reaktionen reagierte dann auch Starbucks. Als sich die Männer daraufhin weigerten, das Café zu verlassen, riefen die Angestellten die Polizei, berichtete NPR. Ein Mann sagte, er sei mit ihnen verabredet gewesen und die Festgenommenen hätten auf ihn gewartet.

Insgesamt neun Stunden waren die beiden Beschuldigten in Polizeigewahrsam. Sie warteten auf einen Freund.

Auch Starbucks musste zugeben, dass viele Leute sich im Starbucks tagtäglich ähnlich verhalten wie die beiden Schwarzen, deswegen aber nicht vom Personal weggewiesen würden.

In den sozialen Netzwerken entwickelt sich der Clip kurzerhand zu einem viralen Hit - und die Rufe nach einem umfangreichen Boykott der Kaffeehaus-Kette wurden immer lauter.

Der Bürgermeister von Philadelphia zeigte sich bestürzt darüber, dass Philadelphia als Beispiel dafür herhalten müsse, wie Rassendiskriminierung im Jahr 2018 aussehe. Er ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an.

Philadelphias Polizeipräsident Richard Ross, der selbst Afroamerikaner ist, verteidigte das Vorgehen seiner Beamten als völlig pflichtgemäß und korrekt. Dazu schrieb sie folgende Zeilen: "Die Polizei wurde gerufen, weil diese Männer nichts bestellten". Der Grund: Sie wollten nichts bestellen, bevor sie zu dritt wären. "Meine Männer haben nichts Falsches gemacht".

Zu guter Letzt fühlte sich Starbucks-Chef Kevin Johnson zu einer öffentlichen Entschuldigung genötigt. In einer ausführlichen Stellungnahme bezeichnete er den Vorfall als "entmutigend" und die Verhaftung als "verwerflich". Er kündigte eine Überprüfung der Geschäftspraktiken an.

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