Dringlichkeitssitzung der OPCW zu Chemiewaffenangriff in Syrien

Hauptquartier der OPCW in Den Haag

Mit Verweis auf den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Duma bombardieren Westmächte Syrien.

Zugleich wies Russland die Vorwürfe Großbritanniens zurück, die Arbeit der OPCW in Syrien zu behindern.

Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) ist in Den Haag zu einer Dringlichkeitssitzung zu dem mutmaßlichen Giftgasangriff auf die syrische Stadt Duma zusammengetreten. Das teilte die britische Delegation der OPCW auf Twitter mit. Sie berief sich dabei auf den Bericht des Generaldirektors der OPCW, Ahmet Üzümcü, am Montag vor dem Exekutivrat der Organisation in Den Haag. Das OPCW-Team soll in der Stadt in Ost-Ghouta den mutmaßlichen Giftgasanschlag untersuchen. "Russland&Syrien haben den Zugang zu Duma noch nicht erlaubt. Uneingeschränkter Zugang unerlässlich", heißt es in der Kurznachricht.

Die weiteren Vorwürfe von London gegenüber Russland würden sich im Rahmen "der Stilistik des heutigen Londons" bewegen, "alles auf Moskau abzuwälzen und uns gewisse Handlungen nachzusagen, mit denen wir nicht zu tun haben", so Rjabkow. Das russische Außenministerium begründete die Verzögerungen mit den jüngsten US-geführten Luftangriffen in Syrien. Bei der Attacke wurden nach unbestätigten Angaben mehr als 40 Menschen getötet.

Wegen der Raketenangriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs hätten die OPCW-Experten ihre Untersuchungen bisher nicht aufnehmen können. Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen zur Chemiewaffen-Produktion.

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