Westliche Kriegsallianz greift mit Bomben und Raketen Damaskus an

Die US-Präsident Donald Trump hat als Vergeltung für den mutmasslichen Giftgaseinsatz in Duma

US-Präsident Donald Trump hat letzte Woche Militärschläge in Syrien als Vergeltung für den angeblichen Chemieangriff der Assad-Regierung in Duma nahe Damaskus genehmigt.

Vor einer Woche waren nach einem Luftangriff in der Stadt Douma in Ost-Ghouta mindestens 43 Menschen in ihren Schutzräumen erstickt und über 500 verletzt worden. Wann es zu einer Abstimmung im UN-Sicherheitsrat kommen könnte, war zunächst unklar. Sein Land scheiterte aber im UN-Sicherheitsrat mit einem Resolutionsentwurf, der den Angriff verurteilt hätte. US-Präsident Donald Trump habe zum Verbleib in Syrien und dem Befehl zu Luftangriffen überredet werden müssen. Sie soll unter anderem eine landesweite Waffenruhe und einen gesicherten Zugang für Helfer in Syrien ermöglichen. Die USA haben ihr wichtigstes Kriegsziel mit der nahezu vollständigen Zerschlagung der Extremistenmiliz Islamischer Staat fast erreicht.

Deutschland und Frankreich wollen nun eine diplomatische Offensive für ein Ende des Bürgerkriegs starten.

Außenminister Heiko Maas (SPD) kündigt an, Deutschland werde seine Kanäle nach Russland nutzen. Und Merkel müsste die ersten Telefonate mit Putin und Trump führen - mit glaubwürdiger Neutralität. "Die großen Mächte", zitiert dpa Steinmeier, "tragen größere Verantwortung". Dieser sagte allerdings, dass er damit nichts zu tun hat.

Der Angriff auf Syrien kam erwartet - und er blieb begrenzt. "Mission erfüllt!", schrieb er auf Twitter.

Am Samstag hatten sich die USA und Russland auf einer von Moskau geforderten Sondersitzung in New York gegenseitig mit Beschuldigungen überzogen.

Antwort: Das US-Verteidigungsministerium gab an, drei Anlagen des mutmaßlichen syrischen Chemiewaffenprogramms getroffen zu haben: Ein Forschungszentrum in Barzeh in Damaskus und zwei Chemiewaffenlager bei Homs.

Die syrische Regierung hatte wie ihre Schutzmächte Iran und Russland den Angriff als ungerechtfertigt und Bruch des Völkerrechts verurteilt. Der anschließend mit Russlands Präsident Wladimir Putin ausgehandelte Mittelweg, Syriens Giftgas-Vorräte aus dem Land zu schaffen, war für viele nur ein fauler Kompromiss. Der Angriff werde sich verheerend auf die internationalen Beziehungen auswirken.

Assad zeigte sich unbeeindruckt.

Assad konterte, die Attacke vergrößere die Entschiedenheit Syriens im Kampf gegen "Terrorismus".

Dass Trump heute außenpolitisch mitunter ähnlich wie die von ihm bereits 2013 kritisierte Obama-Regierung vorgeht, dürfte den aktuellen US-Präsidenten nicht weiter stören. "Wir können nicht zulassen, dass der Einsatz von Chemiewaffen normal wird - in Syrien, auf den Strassen in Grossbritannien oder irgendwo anders in unserer Welt", sagte die britische Premierministerin Theresa May. Von Barack Obama, der eine rote Linie zog, um den Giftgaseinsatz in Syrien zu verhindern, und dann militärisch nicht handelte, als sie überschritten wurde. Insgesamt seien 105 Geschosse abgefeuert worden. Andere zeigten sich erleichtert, dass die nächtlichen Angriffe der Alliierten lediglich rund 45 Minuten gedauert und keine Todesopfer gefordert hatten. Nach einem Bericht der russischer Nachrichtenagentur Tass wurden die meisten Raketen von der syrischen Luftabwehr abgefangen. "Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den jetzigen Angriffen und der Tatsache, dass die syrische Armee Erfolge gegen die Rebellen von Ghouta zu verzeichnen hat, das gefällt Saudi-Arabien nicht".

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