Abholzung des Bialowieza-Urwaldes verstößt gegen EU-Recht

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Die Abholzung zehntausender Bäume im geschützten polnischen Bialowieza-Urwald verstößt gegen das Naturschutzrecht der Europäischen Union.

Er gehört sowohl zu Polen als auch zu Weißrussland: der 1500 Quadratkilometer große Flachlandmischwald Bialowieza, der die Bezeichnung Urwald verdient. Gemäß der EU-Naturschutz-Richtlinie sind Mitglieder der Staatengemeinschaft verpflichtet, Maßnahmen zum Erhalt von Schutzgebieten zu treffen. Förster hätten bereits einen neuen Abholzungsplan für den nun eingetretenen Fall ausgearbeitet, dass der EuGH den jetzigen verbietet. Die Ausbreitung des Borkenkäfers rechtfertige nicht den Bewirtschaftungsplan und die Abholzung in dem Urwald, heißt es in dem Urteil. Der Polen will dennoch im Bialowieza-Urwald Zehntausende Bäume fällen - angeblich zum Schutz vor Borkenkäfern.

Der Urwald ist als Unesco-Weltnaturerbe anerkannt. Charakteristisch sind zahllose alte Bäume, die zum Teil über hundert Jahre alt sind. Die EU-Kommission hatte die Regierung in Warschau 2017 wegen Verstößen gegen EU-Recht verklagt. Zudem sind rund 63.000 Hektar auf polnischer Seite als Natura-2000-Gebiet nach EU-Recht besonders geschützt. Für diese Flächen gelten damit strenge Auflagen für die Forstwirtschaft. Im Jahr 2017 wurden nach offiziellen Angaben 150.000 Bäume gefällt. Der Gerichtshof argumentierte allerdings, dass die "aktive Waldbewirtschaft" Polens nicht mit dem Kampf gegen den Schädling gerechtfertigt werden könnte.

Die polnische Regierung hat mit der umfangreichen Abholzung in einem polnischen Urwald gegen Umweltgesetze verstoßen. Er bemängelte zugleich, dass die Entscheidung Warschaus zwangsläufig zur Zerstörung von Vogelnestern führe. Ein Sprecher des polnischen Umweltministeriums erklärte, das Urteil des höchsten EU-Gerichts werde respektiert.

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