Chinas Wirtschaft zieht an - Keine Angst vor Handelskrieg

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Chinas Staatschef Xi Jingping haben sich getroffen

Nach einer fünfjährigen Übergangsphase mit ersten Erleichterungen etwa für Elektroautos würden bis 2022 "alle Restriktionen aufgehoben", teilte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Dienstag mit. Unternehmensgründer Elon Musik war bisher damit gescheitert, sich mit Vertretern Chinas auf eine Eigentümerstruktur für einen möglichen chinesischen Ableger zu einigen. Hersteller von Elektrowagen sollen bereits in diesem Jahr von der Auflage befreit werden. In den vergangenen Wochen eskalierte der Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsgroßmächten. Neben der Aufhebung des Beteiligungszwangs sollen ausländische Investoren ab 2022 zudem mehr Freiheiten bekommen: Dann sollen sie sich an mehr als zwei Gemeinschaftsunternehmen in der Autoindustrie beteiligen dürfen. So sollen die Grenzen beim Bau von Autos mit alternativen Antrieben, im Schiffsbau und bei Flugzeugherstellern bereits im laufenden Jahr fallen, hieß es. Die "vollständige Öffnung der verarbeitenden Industrie" sei ein Zeichen für Chinas Ablehnung von Protektionismus im Handel und bei Investitionen, erklärte die Regierung weiter.

"Die Volksrepublik China wird die Entwicklung der Lage aufmerksam verfolgen und bereit sein, notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen der chinesischen Unternehmen zu gewährleisten", äußerte sie.

China erhofft sich nach eigenen Angaben von der Liberalisierung einen größeren Austausch von Kapital, Technologie und Personal zwischen chinesischen und ausländischen Firmen. Gleichzeitig warnte sie die USA vor "unvernünftigen" Schritten in dem Handelskrieg. 2017 wurden dort 28,9 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Für deutsche Hersteller sind die Regeln von enormer Bedeutung. Der Marktanteil ausländischer Marken insgesamt betrug im ersten Quartal 2018 rund 55 Prozent. Nun werde genau analysiert, ob sich dadurch auch neue Optionen für VW und seine Marken ergäben. Inzwischen gibt es aber auch Beteiligungen in umgekehrter Richtung: Der chinesische Autobauer Geely hat den Pkw-Hersteller Volvo gekauft, und jüngst stieg Geely-Eigner Li Shufu mit knapp zehn Prozent bei Daimler ein. US-Präsident Donald Trump führt als Argument für seine protektionistische Wirtschaftspolitik den hohen Handelsüberschuss Chinas mit den USA an.

Die Europäische Union reichte unterdessen eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation gegen die US-Zölle auf Stahl und Aluminium ein. Auch die ZEW-Erwartungen für die Eurozone gingen stark zurück.

Related:

Comments

Latest news

Microsoft stattet IoT-Microcontroller mit eigenem Linux-Kernel aus
Im Rahmen von Azure Sphere bietet Microsoft auch neue "Secured MCUs" an, die eigene Sicherheitstechnologien beinhalten. Der erste Azure Sphere Chip, MediaTek MT3620, wird im Laufe des Kalenderjahres 2018 verfügbar sein.

Passau - 15-Jähriger stirbt bei Prügelei unter Jugendlichen
Der verständigte Notarzt versuchte, ihn zu reanimieren; der Obernzeller wurde ins Klinikum gebracht. Es handelt sich um vier Passauer und einen Jugendlichen aus Neuhaus am Inn.

Khloé Kardashian: So heißt ihre kleine Tochter
So ein Segen, diesen kleinen Engel in der Familie willkommen zu heißen! Wenn ihr das Posting nicht sehen könnt, klickt hier . Nach der Geburt ihrer Tochter meldete sich die frisch gebackene Mama nun erstmals selbst zu Wort.

So finden Sie die besten Casinos mit Bonus und ohne Einzahlung
Dabei wird lediglich ein gewisser Betrag auf dem Kundenkonto gutgeschrieben und dem Neukunden zur freien Verfügung gestellt. Der Neukunde erhält die Möglichkeit, eine gewisse Anzahl von Spielen ohne den Einsatz von eigenem Geld auszuprobieren.

IS bekennt sich zu Anschlägen auf das Parlament in Teheran
Ein Dritter Angreifer wurde verhaftet, dennoch ist vom IS bisher keine offizielle Verlautbarung getroffen worden. Der iranische Geheimdienst sprach von Terroranschlägen, ohne jedoch direkt den IS zu erwähnen.

Other news