EU reicht wegen US-Zöllen Beschwerde bei WTO ein

Die EU ist vorerst bis zum 1. Mai von den Zöllen der USA auf Stahl und Aluminium ausgenommen. Quelle dpa

Im Streit über die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium hat die EU die Welthandelsorganisation WTO eingeschaltet und ein Schlichtungsverfahren gefordert.

Hintergrund für die US-Zölle sei nicht, wie von Washington behauptet, die nationale Sicherheit, sondern der Schutz von US-Unternehmen vor ausländischer Konkurrenz, so die Begründung der EU für ihr Vorgehen. "Als Exporteur mit erheblichem Interesse in diesem Fall", fordere die EU "Beratungen mit den USA", hieß es in einer am Montag auf der WTO-Website veröffentlichten Erklärung der EU. Symbolisch für die USA interessant wäre dabei eine Senkung des EU-Importzolls auf US-Autos.

Die US-Regierung erhebt seit März zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium.

Die EU startete das Verfahren nun, obwohl ihre Mitgliedstaaten bislang noch von den neuen Zöllen ausgenommen sind. Wenn würde es wahrscheinlich eine befristete Verlängerung der Ausnahmeregelung geben. Man erwarte eine zügige Antwort der USA, um Ort und Zeit für die Gespräche vereinbaren zu können.

Zwar wird das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) mit den USA und Kanada derzeit in mühsamen Gesprächen neu verhandelt, zunächst aber bleibt der südliche Nachbar der Vereinigten Staaten von Trumps Strafzöllen verschont.

Die EU ist vorerst bis zum 1. Mai von den Zöllen der USA auf Stahl und Aluminium ausgenommen. Wegen der Zölle hat bereits China eine Schlichtung bei der WTO beantragt. Im vergangenen Jahr kauften die Amerikaner Flachbildschirme im Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar (5,25 Mrd Euro) aus Mexiko.

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