Hunderttausende Katalanen demonstrieren für Enthaftung von Politikern

Hunderte Busse brachten Demonstranten aus ganz Katalonien nach Barcelona

Menschenmassen schwenkten die Flagge der Region, trugen gelbe Schleifen an ihrer Kleidung oder gelbe Schals und Jacken.

In Barcelona haben Hunderttausende Demonstranten die Freilassung von katalanischen Separatisten gefordert. Ihre Forderung an die spanische Justiz haben viele auf Plakate geschrieben: "Freiheit für die politischen Gefangenen" steht da, oder "Keine Geiseln mehr!".

Sie alle fordern von der Zentralregierung in Madrid die Freilassung der inhaftierten katalanischen Separatisten-Führer und eine Rückkehrmöglichkeit für die ins Exil geflüchteten Regionalpolitiker. Zwei führende Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung sitzen seit dem 16. Oktober in Untersuchungshaft: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Kandidaten für das Amt des katalanischen Regionalpräsidenten, Jordi Sanchez, und dem Chef der Organisation Omnium Cultural, Jordi Cuixart, "Rebellion" vor. Sie waren die beiden ersten, die ins Gefängnis mussten. Der Ex-Vize von Puigdemont habe auch gesagt, dass nie Gewalt angewendet worden sei, womit der Vorwurf der Rebellion nicht gerechtfertigt sei. Sieben weitere ranghohe katalanische Politiker, die entweder angeklagt oder beschuldigt worden sind, sind ins Exil nach Belgien, Schottland oder in die Schweiz gegangen. Daraufhin reiste er im Oktober nach Belgien aus.

Wird Puigdemont nach Spanien ausgeliefert?

In Katalonien sind mehrere hunderttausend Unabhängigkeitsbefürworter auf die Straße gegangen. Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht hat über seine Auslieferung an Spanien zu befinden. Puigdemont wurde Ende März auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls in Schleswig-Holstein festgenommen, dann aber unter Auflagen wieder freigelassen. Es argumentierte, der vergleichbare deutsche Straftatbestand des Hochverrats sei "nicht erfüllt", weil es an dem Merkmal der Gewalt fehle.

Die Proteste wurden organisiert von einer im März gegründeten Plattform zum "Schutz der katalanischen Institutionen", unterstützt wurde der Aufruf von den beiden größten spanischen Gewerkschaften CCOO und UGT. "Ich habe an allen Demonstrationen teilgenommen, und ich habe nie Gewalt gesehen - außer die Gewalt der Polizei, als sie gegen das Referendum vorgegangen ist", sagte der Demonstrant Juan Jose Cabrero.

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