IWF erwartet hohe Wachstumsraten der Weltwirtschaft

Die 8 wichtigsten Botschaften des Weltwirtschaftsberichts Quelle dpa

Washington - Ungeachtet eines weiterhin strammen weltweiten Wirtschaftswachstums warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) vor erheblichen Risiken für die globale Konjunktur. Die längerfristigen Wachstumsaussichten der Industrieländer seien zudem "ernüchternd". Sorgen bereiten dem Fonds unter anderem zunehmende Handelsstreitigkeiten wie zwischen den USA und China sowie geopolitische Spannungen. Im Vergleich zu Deutschland (2017/18/19: 2,5, 2,5 und 2,0 Prozent) liegt Österreich bis heuer vorn, fällt 2019 aber zurück. Im Herbst hatte der IWF lediglich 1,9 Prozent Plus erwartet. Für das laufende Jahr sagt der IWF eine Zunahme des deutschen BIP um 2,5 Prozent voraus, womit er seine Prognose vom Januar um 0,2 Punkte hinaufsetzte.

Mit diesen neuen Prognosen des IWF würde unser Land wie 2017 auch heuer das Wachstum der Eurozone überflügeln, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vorjahr. 2,8 Prozent (IHS) Realwachstum rechneten. Für 2019 ist der IWF mit seinen 1,9 Prozent gleichauf mit dem IHS, während das Wifo von etwas kräftigeren 2,2 Prozent ausgeht. Insgesamt wird die Weltwirtschaft in diesem und im nächsten Jahr der IWF-Vorhersage zufolge um 3,9 Prozent wachsen, getragen von den USA, der Eurozone und Japan. In Deutschland wird das Wachstum 2018 mit 2,5 Prozent, und 2019 mit 2,0 Prozent stabil bleiben.

Für 2019 geht der IWF für Österreich von nur noch 1,9 Prozent BIP-Zuwachs aus - hier gibt es keine Vergleichszahl, das ist die erste Vorschau auf kommendes Jahr.

Die Weltwirtschaft zeige weiterhin eine breite Wachstumsdynamik, sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld. Im Gegensatz dazu stehe der ebenfalls breite Handelskonflikt. "Trotz der positiven kurzfristigen Nachrichten sind die längerfristigen Aussichten ernüchternder". Dabei sei die hohe Verschuldung von Staaten und Haushalten eine Hypothek.

Obstfeld sagte, es sei "geradezu paradox", dass wichtige Länder in Zeiten einer boomenden Wirtschaft mit einem Handelskrieg flirteten. Er verband die Warnung mit der Aufforderung, staatliche Finanzpuffer aufzubauen, Strukturreformen umzusetzen und die Geldpolitik vorsichtig anzupassen.

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