Rückkehrrecht in Vollzeit soll 2019 kommen

Arbeitsminister Hubertus Heil

Die SPD startet einen neuen Anlauf für ein sozialdemokratisches Herzensthema: Arbeitsminister Heil hat einen Gesetzentwurf eingebracht, mit dem die Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit erleichtert werden soll. Daher scheiterte ein entsprechendes Gesetz im vergangenen Jahr, obwohl Union und SPD sich bereits im Koalitionsvertrag des Jahres 2013 auf ein Rückkehrrecht in Vollzeit geeinigt hatten. Dieses Recht soll für alle Teilzeit-Vereinbarungen gelten, die ab dem 1. Januar 2019 abgeschlossen werden. "Wir wollen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Teilzeit eine Brücke bauen zurück in Vollzeit-Beschäftigung", erklärte Heil.

"Es gibt Phasen im Leben, in denen will man ein Stück runterfahren".

Heil erklärte weiter, Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 45 Arbeitnehmern sollten Anspruch auf eine befristete Teilzeit-Phase bekommen, die zwischen einem und fünf Jahre dauern könne.

Durch die Orientierung an der Betriebsgröße werde sichergestellt, dass die Unternehmen nicht überfordert würden, sagte Heil im Deutschlandfunk. Es gibt andere Phasen, in denen will man Vollgas geben. Es sei auch eine Möglichkeit, Altersarmut zu vermeiden. "Ich möchte, dass auch jene einen Antrag auf Rückkehr in Vollzeit stellen können, die vor Inkrafttreten des Gesetzes in Teilzeit gegangen sind", teilte er mit. Bei dem nun vorgelegten Gesetzesentwurf handelt es sich um einen Kompromiss: Bei Betrieben zwischen 45 bis 200 Mitarbeitern soll dieser Anspruch nur einem pro 15 Mitarbeitern gewährt werden. Ursprünglich wollte die SPD es für alle Beschäftigten in Betrieben ab 15 Mitarbeitern; dagegen sperrte sich allerdings CDU und CSU, die es erst in Betrieben ab 200 Mitarbeitern gelten lassen wollte. Der Gesetzentwurf sieht eine "Pflicht zur Erörterung "unabhängig vom Umfang der Arbeitszeit vor". "Nach einer Erhebung wünschen sich 100.000 Beschäftigte flexiblere Arbeitszeitmodelle, die zu ihrem Leben passen", sagte er. Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland arbeiteten 2017 insgesamt in Teilzeit. Heil verteidigte seinen Gesetzentwurf als ausgewogen.

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