Syrische Luftabwehr schießt angeblich Raketen über Homs ab [1:10]

Syrien Rätsel um neuerliche Raketenangriffe

Unter anderem soll auch der Flughafen Shayrat südlich von Homs angegriffen worden sein. Zwar berichteten auch russische und israelische Medien über die vermeintlichen Angriffe - allerdings beriefen sie sich auf Berichte der syrischen Staatsagentur Sana und des syrischen Staatsfernsehens.

Den Berichten zufolge soll auch der Flughafen Schairat angegriffen worden sein. Israel erklärte, "keine Kenntnis" von dem Vorfall zu haben. Später meldete auch die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heftige Explosionen in der Nähe der Luftwaffenbasis sowie in der Region Kalamun bei Damaskus. Das Pentagon gab an, derzeit gebe es "keine US-Einsätze in der Gegend". Der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sagte, die Raketen hätten keinen der Stützpunkte getroffen.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Dies war ein Vergeltungsschlag für einen mutmaßlichen Giftgasangriff auf die Stadt Duma am 7. April, für den die westlichen Verbündeten Assad verantwortlich machen.

In der Vergangenheit hatten israelische Kampfjets diverse Angriffe in der Region geflogen.

Am Wochenende hatten die Westmächte USA, Großbritannien und Frankreich als Reaktion auf einen neuen Chemiewaffeneinsatz in der Ortschaft Duma mit mehr als 100 Raketen Ziele in Syrien angegriffen. Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen zur Chemiewaffen-Produktion.

Syrische Staatsmedien sprechen von einer "Aggression" und davon, dass von der Flugabwehr über Homs Raketen abgeschossen worden seien.

OPCW-Chef Ahmet Üzümcü sagte am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung in Den Haag, Moskau und Damaskus hätten zunächst "Sicherheitsprobleme" angeführt, die dem Besuch in Duma noch im Wege stünden.

Die Lage vor Ort lässt sich schwer von außen einschätzen. Usprünglich sollten die neun Experten der OPCW bereits am Sonntag mit ihren Untersuchungen in Duma beginnen. Vor wenigen Tagen hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Luftangriffe auf syrische Chemiewaffeneinrichtungen ausgeführt. Die Experten müssten aber "so schnell wie möglich" dorthin gelangen, da Beweise für den Einsatz chemischer Waffen extrem flüchtig seien. Das kündigte der russische Botschafter Alexander Schulgin am Montagabend in Den Haag an. Bis dahin sollten die Straßen nach Douma von Minen geräumt sein.

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