Bahnbrechend: Mann bekommt zweimal neues Gesicht - jetzt sieht er so aus

Schließlich konnten ein Gesichtsspender gefunden und die zweite Transplantation durchgeführt werden. Der 43-Jährige blieb knapp zwei Monate lang ohne Gesicht in einem Krankenhaus in Paris, während ein kompatibler Spender gesucht wurde. Nach Aussage der Ärzte geht es dem Patienten gut. Bevor sie die Haut transplantierten, mussten die Mediziner jedoch das komplette Blut des Patienten in einer wochenlangen Prozedur ersetzen. In Südafrika ist die erste erfolgreiche Penis-Transplantation durchgeführt worden.

Die weltweit erste Gesichtstransplantation fand 2005 statt. Von dieser Erfahrung profitierte nun auch ein Mann aus Frankreich.

Das erste Gesicht erhielt Hamon von einem 60-Jährigen. Es folgte Hamons zweite Transplantation - eine bahnbrechende Operation für das Ärzteteam. Seine erste Transplantation im Jahr 2010 war ein Erfolg, aber er erkältete sich 2015 und erhielt Antibiotika, um eine Abstoßung des transplantierten Materials zu verhindern.

Die ersten Anzeichen einer Abstoßung traten 2016 auf und im vergangenen November musste das an Nekrose leidende Gesicht entfernt werden.

Hamon lebte bis Jänner in einem Zimmer im Georges-Pompidou-Krankenhaus in Paris - ohne sehen, essen, sprechen oder hören zu können.

Jerome Hamon leidet an einer Krankheit namens Neurofibromatose Typ 1.

Anschließend lebte Hamon mehrere Wochen ohne Gesicht - ein Zustand, der nur schwer vorstellbar ist. Um eine Abstoßung zu vermeiden, wurde Hamon vor der Transplantation drei Monate lang einer speziellen Blutbehandlung unterzogen.

"Das zweite Gesicht habe ich sofort akzeptiert. Diesmal ist es wieder so", sagte Hamon gegenüber Reportern der britischen BBC. Durch diesen entstehen wuchernde Tumore im Gesicht, die dieses deformieren. "Es ist eine Frage der Identität". "Aber hier bin ich, es ist gut, ich bin es", sagte Hamon gegenüber der Nachrichtenagentur AFP in einem Telefonat aus dem Pariser Krankenhaus, wo er sich derzeit noch immer erholt. Der Spender war 22.

Professor Laurent Lantier führte mit Kollegen den riskanten Eingriff bei Hamon durch.

"Wenn man keine Haut hat, hat man Infektionen", erklärte Lantieri. Für einen Mann, der durch all das gegangen sei - vergleichbar sei es mit einem Atomkrieg - gehe es seinem Patienten gut, sagte der Arzt weiter.

Der Anästhesist Bernard Cholley fügte hinzu: "Ich bin erstaunt über den Mut des Patienten, der eine solche Prüfung durchstehen konnte".

Lantieri kündigte an, seine Forschungsergebnisse demnächst in einem Fachblatt zu veröffentlichen.

Related:

Comments

Latest news

Paul Janke ist einer der Singles
Fans des gepflegten Trash-TVs können es kaum noch erwarten: In drei Wochen startet " Bachelor in Paradise ". Doch damit nicht genug: In jeder Nacht der Rosen muss jemand gehen, während neue Gesichter dazu kommen.

OPCW-Experten dürfen am Mittwoch nach Duma
Bei dem mutmaßlichen Angriff mit Chlorgas auf den Ort Duma sollen Dutzende Menschen getötet worden sein. Der Angriff habe zudem nie stattgefunden.

Missbrauch an 19-Jähriger im Sonderzug nach Bayern-Spiel
Zu ihrer Vernehmung und dazu, ob sie den mutmaßlichen Täter identifizieren konnte, wollte die Polizei vorerst nichts sagen. Gleichzeitig habe sein Anwalt bei der Polizei angerufen und mitgeteilt, sein Mandant werde sich zu der Tat im Zug äußern.

Durchsuchung mit 33 Staatsanwälten Diesel-Razzia bei Porsche
Auch bei Porsche hatte es in der Vergangenheit bereits Ermittlungen im Zusammenhang mit der Abgasaffäre bei Volkswagen gegeben. Zehn Objekte wurde von der Staatsanwaltschaft durchsucht - es soll dabei um die Manipulation von Diesel-Kontrollsystemen gehen.

Angriff auf zwei Kippa tragende Männer in Berlin
Aus einer Gruppe von drei jungen Männern heraus attackierte ein junger Mann einen 21-jährigen Israeli mit einem Gürtel. Erst im Dezember war der Betreiber eines israelischen Restaurants in Schöneberg beschimpft und bedroht worden .

Other news