GIZ-Mitarbeiter wegen Israel-Hetze gefeuert

Die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, GIZ, hat nach Antisemitismusvorwürfen gegen Mitarbeiter arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen.

Einem Mitarbeiter wurde gekündigt, ein Mitarbeiter wurde abgemahnt, ein weiterer ermahnt. Das teilte die GIZ am Mittwoch in Eschborn bei Frankfurt mit. Mit allen acht Mitarbeitern seien Gespräche "zur Aufklärung der jeweiligen Sachverhalte" geführt worden. Nach Angaben des General-Anzeigers hatte einer eine israelische Fahne mit einem Hakenkreuz statt dem Davidstern gezeigt und dazu geschrieben: "Ich hasse Israel". Die GIZ sei zu politischer Zurückhaltung und Neutralität verpflichtet, hieß es in einer Mitteilung. Im Beitrag eines anderen hieß es dem Bericht zufolge mit Blick auf die Lage der Palästinenser in den besetzten Gebieten: "Nein, Israel hat nicht jedes Recht auf Selbstverteidigung". Dies gelte auch für soziale Medien, wenn die Aussagen dem Unternehmen zugerechnet werden könnten. "Wir haben keinen Anlass anzunehmen, dass wir in der GIZ generell ein Antisemitismus-Problem haben", erklärte Gönner am Mittwoch. Zu den einzelnen Fällen und den konkreten Vorwürfen gegen insgesamt acht Mitarbeiter äußerte sich die Einrichtung dagegen nicht.

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