Deutsche Bank: Nach Cryan geht auch der IT-Vorstand

Deutsche Bank Paul Achleitner Quelle REUTERS

Auf die Kritik folgt der Abgang: Mit ihren harschen Worten über das eigene Haus hatte IT-Vorstand Kim Hammonds für Wirbel gesorgt, nun verlässt sie die Deutsche Bank. Das teilte die Bank am Mittwochabend mit.

Sie nannte die Deutsche Bank das "dysfunktionalste Unternehmen", für das sie je gearbeitet habe. Hammonds scheide im gegenseitigen Einvernehmen zur Hauptversammlung am 24. Mai aus.

Über die Nachfolge wird der Aufsichtsrat in Kürze nach Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden entscheiden.

Hammonds stand seit Monaten unter Druck. Diese lagen im vergangenen Jahr nahezu unverändert bei 3,8 Milliarden Euro.

Deutsche BankDer Vorstandsvorsitzende Christian Sewing dankte Hammonds ebenfalls für ihre Verdienste: "Sie hat herausragende Mitarbeiter eingestellt und gefördert, mit denen wir die IT unserer Bank weiter modernisieren und die Digitalisierung vorantreiben werden".

Hammonds entgegnete ihren Kritikern, unter ihrer Ägide sei die Zahl der IT-Systeme von 45 auf 32 reduziert worden, die deutlich stabiler liefen als früher. Aufsichtsratschef Paul Achleitner lobte die Amerikanerin zum Abschied. Weltweit hat das COO-Team hervorragende Arbeit geleistet, um den laufenden Betrieb der Bank sicherzustellen und die nötigen Grundlagen zu schaffen. Im August 2016 stieg sie in den Vorstand auf, wo sie für Infrastruktur und Technologie verantwortlich ist (Chief Operating Officer, COO). Die ehemalige Boeing-Managerin sollte die "lausige IT" der Bank auf Vordermann bringen. "Kim Hammonds hat frischen Wind in die Bank gebracht - mit dem Blick von außen und viel Erfahrung mit organisatorischen Veränderungen". Davor war sie beim Computerhersteller Dell sowie bei Ford.

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