Israel feiert seinen 70. Unabhängigkeitstag

Israelische Soldatinnen salutieren

Ministerpräsident Netanjahu spricht von einer "Saat des Friedens", die in einigen Nachbarländern aufgehe. Er gratulierte dem Staat Israel auf Englisch und Hebräisch zu seinem 70-jährigen Bestehen. Unabhängigkeitstag. Bei einer zentralen Zeremonie auf dem Herzl-Berg in Jerusalem sollen Fackeln entzündet werden, unter anderen von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Netanjahu sprach von einer "wirklichen Saat des Friedens", die derzeit unter einigen von Israels arabischen Nachbarn aufgehe. Möglicherweise spielte er auf die jüngsten versöhnlichen Töne der arabischen Regionalmacht Saudi-Arabien gegenüber Israel an.

Zahlreiche Israelis feiern den Unabhängigkeitstag traditionell mit Grillpartys im Freien. Die Länder eint allerdings die Gegnerschaft zum Iran, den beide als wachsende Bedrohung empfinden. Die Feierlichkeiten zum 70. Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto "Erbe der Innovation". Während des Sabbats von Freitagabend an gibt es eine Ruhepause. In der Früh überflogen Flugzeuge und Kampfhubschrauber den Amtssitz des Präsidenten Reuven Rivlin in Jerusalem.

Die Sicherheit des Staates Israel sei und bleibe Teil der Staatsräson Deutschlands. Israel feiert allerdings nach dem jüdischen Kalender, deshalb begann man heuer eben am 18. April. Diesen Plan bekräftigte Trump am Mittwoch auf Twitter.

Das Datum der Feiern könnte etwas irritieren: Der Staat Israel wurde eigentlich am 14. Mai 1948 ausgerufen, als Staatsgründer David Ben Gurion in Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung nach dem Ende des britischen Mandats über Palästina verlas.

Für die Palästinenser bedeutet Israels Freudentag eine Katastrophe, weil 1948 Hunderttausende Palästinenser fliehen mussten oder vertrieben wurden. Sie begehen das Ereignis mit sechswöchigen Protesten, die bis zum 15. Mai dauern sollen. Dabei gab es bereits viele Tote und Verletzte. Laut israelischen Medien haben an der alternativen Gedenkzeremonie in Tel Aviv rund 8000 Menschen teilgenommen.

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