Fast die Hälfte glaubt nicht an Nahles - SPD rutscht ab

Porträtbild von Simone Lange, Oberbürgermeisterin von Flensburg

Andrea Nahles ist die absolute Favoritin für das Amt.

Kurz vor der Wahl zum SPD-Vorsitz sieht nach einer Umfrage fast jeder zweite Deutsche die designierte Parteichefin Andrea Nahles nicht als Hoffnungsträgerin.

Nahles, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, tritt am Sonntag auf einem Sonderparteitag in Wiesbaden gegen Lange an. "Es sollte da aber keinen Streit über das Verfahren geben", sagte Klingbeil. Lange, die früher als Sachbearbeiterin bei der Kriminalpolizei arbeitete und seit Anfang 2017 im Flensburger Rathaus das Sagen hat, versucht, sich als Gegenentwurf zu Nahles und Kandidatin der Basis zu inszenieren. "Ich glaube, ich kann das, und ich kann das auch im Team mit anderen zu was Gutem machen". "Das ist für mich eine ehrlich empfundene Ehre", sagte Nahles mit Blick auf die Aussicht, die erste Frau an der Spitze in knapp 155 Jahren Parteigeschichte zu werden. Lange wirft ihr zu wenig Basisnähe vor und will anders als Nahles das Hartz-IV-System abschaffen.

Die SPD war bei der Bundestagswahl auf 20,5 Prozent abgestürzt und wollte zunächst in die Opposition gehen.

Ein Ergebnis von unter 80 Prozent wäre für Nahles sicher ein Dämpfer.

Lob bekam die 47-Jährige aus den Reihen der CDU.

Bisher gab es nur beim Parteitag 1995 in Mannheim eine Kampfkandidatur, als Oskar Lafontaine den Vorsitzenden Rudolf Scharping stürzte - begeistert unterstützt von der damaligen Juso-Vorsitzenden Nahles. In Wiesbaden, wo der vierte SPD-Parteitag binnen 13 Monaten stattfindet, wird wohl auch der zurückgetretene Vorsitzende Martin Schulz sprechen. Der gescheiterte Kanzlerkandidat und frühere EU-Parlamentspräsident sorgt sich um sein europapolitisches Erbe. Zuletzt hatte sich auf SPD-Seite gerade Finanzminister Scholz skeptisch zur raschen Umsetzung einiger Europa-Pläne gezeigt. Schulz hatte durchgesetzt, dass erstmals das Thema Europa das erste Kapitel des Koalitionsvertrags bildete - von einem neuen "Aufbruch für Europa" ist auf dem Papier die Rede. Durch die harten Debatten um eine Beteiligung an einer großen Koalition mit der Union gab und gibt es erhebliche Differenzen. Der Nachfolger von Sigmar Gabriel im Außenamt hatte gesagt: "Russland hat sich selbst immer mehr in Abgrenzung und teilweise Gegnerschaft zum Westen definiert".

In der internationalen Politik will Nahles die Rolle der SPD als Friedenspartei stärken - und fordert wie auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mehr Dialog mit Russland, um zum Beispiel die Eskalation in Syrien zu überwinden. Nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche von Union, FDP und Grünen kam es dann doch zu einer weiteren großen Koalition.

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