DFB überreicht EM-Bewerbung an Uefa

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In der schicken Zentrale der Europäischen Fußball-Union Uefa überreicht der Weltmeister-Kapitän und Ehrenspielführer mit DFB-Präsident Reinhard Grindel an diesem Dienstag um 10 Uhr die Kandidatenmappe für die Fußball-EM 2024. In Istanbul sollen zwei Arenen genutzt werden: Im Atatürk-Olympiastadion, mit einer Kapazität von 76.761 Plätzen das größte Stadion der türkischen Bewerbung, ist das Finale vorgesehen, in der sonst von Galatasaray genutzten Türk-Telekom-Arena soll ein Halbfinale stattfinden. Doch der einzige Mitbewerber Türkei ist mehr als ein Zählkandidat, der gerade bei osteuropäischen Wahlmännern im UEFA-Exko Sympathien genießt. "Wir müssen deutlich machen, dass ein Turnier in Deutschland ein Gewinn für die UEFA und alle ihre Mitgliedsverbände wäre", sagte Grindel. "Das Rennen ist völlig offen", sagte er. Entsprechend diplomatisch äußert sich Grindel.

"Unser Land steht im Herzen Europas für die Werte, für die auch der Fußball eintritt: Fair Play, Respekt und Toleranz". "Wir wollen zeigen, dass Deutschland der richtige Partner zur richtigen Zeit ist".

Reinhard Grindel warnt davor die Bewerbung um die EM 2024 als Selbstläufer anzusehen.

Bis es zur Abstimmung kommt, gilt es für Grindel und Lahm auch, die Schatten der Vergangenheit zu vertreiben.

"Die WM 2006 ist für viele im internationalen Fußball bis heute absolut positiv besetzt und ein unvergessliches Erlebnis. Sie wissen, dass unsere Bewerbung vom ersten Tag an in transparenter Art und Weise angegangen wurde". Vier der 51 Partien werden in München ausgetragen.

Bei der WM 2006 war Philipp Lahm noch Teil der DFB-Mannschaft.

Lahm ist als WM-Spieler 2006 ein unbelastetes Gesicht des Sommermärchens. "Deutschland hat sich als gastfreundliches, modernes Land und guter Organisator präsentiert".

Der Deutsche Fußball-Bund übergibt am Vormittag im schweizerischen Nyon offiziell seine Bewerbungsunterlagen für die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024. September entscheiden die Mitglieder des Gremiums um UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, ob Deutschland oder die Türkei das Kontinentalturnier 2024 veranstaltet.

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