Ifo-Geschäftsklima trübt sich im April erneut ein

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Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im April erneut eingetrübt.

Container ship CMA CGM Antoine de Saint Exupery arrives at a loading terminal in the port of Hamburg Germany March 15, 2018. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 102,1 Punkte, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag mitteilte.

Der Ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer und gilt als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung der nächsten sechs Monate. Ökonomen hatten mit 102,7 Punkten gerechnet. "Die Hochstimmung in den deutschen Chefetagen verfliegt", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die April-Veröffentlichung ist die erste, bei der der Index den Dienstleistungssektor beinhaltet. Als Vergleichsjahr wird zudem 2015 statt wie bisher 2005 zugrundegelegt. Ferner werden die Antworten der befragten Unternehmen anders zusammengerechnet. Dadurch liegt der Index rund 10 Punkte niedriger als bisher. Trotz des erneuten Rückschlags bleibt das Geschäftsklima auf einem vergleichsweise hohem Niveau.

Wegen einer Überarbeitung des Ifo-Geschäftsklimas weichen die aktuellen Werte stark von den Kennzahlen ab, die in den Monaten zuvor gemeldet worden waren. Zentrale Risiken wie die globale Renaissance des Protektionismus oder die politische Hängepartie in Italien belasten die Stimmung auch im April. "Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind trotz der Konjunkturdelle zu Jahresbeginn weiterhin robust". Der aktuelle Aufschwung ist definitiv in der späten Phase angekommen. "Der konjunkturelle Höhepunkt dürfte erreicht oder bereits überschritten sein", sagte Thomas Altmann vom Finanzdienstleister QC Partners. "Der noch immer drohende Handelskonflikt zwischen den USA und China stimmt die Firmenchefs deutlich skeptischer".

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