Weiterhin billiges Geld EZB setzt auf Politik der "ruhigen Hand"

EZB-Präsident Mario Draghi auf der Pressekonferenz Bild AFP

Die Gemeinschaftswährung kann ihre positive Haltung durchsetzen, nach dem die Europäische Zentralbank mit ihrer geldpolitischen Sitzung keine Änderungen an der Geldpolitik vornahm, so dass der EUR/USD am Tageshoch im Bereich von 1,2180 gehandelt wird.

Der EZB-Rat beließ bei seiner Zinssitzung in Frankfurt den Leitzins im Euroraum wie erwartet auf dem Rekordtief von null Prozent.

Die EZB geht zudem weiter davon aus, dass die Leitzinsen für längere Zeit und weit über den Zeithorizont des Nettoerwerbs von Vermögenswerten hinaus auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden. Ob dies Auswirkungen auf den EZB-Kurs haben könnte, dürfte eine der Fragen an Draghi während der Pressekonferenz sein. Denn schon am 1. Mai enden die Ausnahmeregeln, mit denen US-Präsident Donald Trump die EU zunächst von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium verschont hat. Denn auch unabhängig davon deuten aktuelle Daten auf eine spürbare Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Euroraum zu Beginn des laufenden Jahres hin. Draghi zeigte sich zuversichtlich, dass die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum ihr solides und breit angelegtes Wachstum fortsetzen werde. In einigen Ländern hätten nämlich vor allem Streiks oder das Wetter eine Rolle gespielt. Es brauche "Geduld und Beharrlichkeit".

Vor allem in Deutschland ist die ultralockere Geldpolitik umstritten.

Bei der Zinsentscheidung im März hatten die Währungshüter angesichts der damals deutlich aufgehellten Konjunktur in Europa auf die zuletzt übliche Formulierung verzichtet, dass die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihenkäufe ausweiten könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern.

Mit viel billigem Geld versuchen die Währungshüter seit Jahren, der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen und zugleich die Teuerung anzuheizen. Mit steigenden Zinsen sollten Sparer aber frühestens 2019 rechnen. Mittelfristig strebt die EZB eine jährliche Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Dieser Nettoerwerb von Anleihen läuft zunächst bis Ende September dieses Jahres weiter, wie die EZB bestätigte - und zwar mit einem Monatsvolumen von 30 Milliarden Euro. Im März lag die Jahresteuerung im Euroraum bei 1,3 Prozent.

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