Ex-Roland-Berger-Chef Martin Wittig geht zu Bain

Martin C. Wittig

Martin C. Wittig verstärkt seit Anfang Monat die internationale Managementberatung Bain & Company in der Schweiz als Senior Advisor. Lange Jahre war Roland Berger hinter McKinsey und Boston Consulting Group (BCG) mit Umsätzen von mehr als 500 Millionen Euro die klare Nummer drei in Deutschland - und beriet Großkonzerne bei Sparprogrammen oder der Umsetzung von Strategiewechseln. Zuletzt hatte sich allerdings die von Ex-BCG-Berater Walter Sinn geführte deutsche, stark zahlenanalytisch arbeitende Bain-Truppe in die Spitzengruppe geschoben. Während seiner Amtszeit hätte Roland Berger beinahe die Eigenständigkeit verloren. 2003 wurde Wittig in die Geschäftsleitung der Beratungsfirma gewählt. Auf einem spektakulären Partnertreffen Ende 2010 in Frankfurt hatte dann Gründer Berger, der bis heute Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats ist, den Plan torpediert. Intern gab es großen Streit.

Wittig selbst trat im Mai 2013 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Auf die Frage, warum er nicht zu Roland Berger zurückgekehrt sei, antwortet er mit einem leichten Seitenhieb gegen seinen früheren Arbeitgeber: Die Schweizer Banken und Versicherungen könnten "nur durch Beratungsunternehmen bedient werden, die global in ausreichender Breite und Tiefe aufgestellt sind". Er fühle sich bei Bain sehr gut aufgehoben. Rund die Hälfte seiner Arbeitszeit soll der in der Schweiz lebende Wittig künftig für Bain einsetzen, in der restlichen Zeit kann er sich seinen übrigen Aufgaben widmen, etwa seinen Verwaltungsratsmandaten.

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