Häufiges Saunieren senkt laut Tiroler Studie Schlaganfallrisiko

Diskriminierung von Männern in der Sauna St. Veit durch Frauentag

Sie zeigten ein um 60 Prozent geringeres Schlaganfall-Risiko als Teilnehmer, die nur einmal wöchentlich saunierten. Dabei kam Peter Willeit, Epidemiologe an der Med-Uni Innsbruck, gemeinsam mit Kollegen der Universität Ostfinnland zu dem Schluss, dass unabhängig von anderen Parametern wie Alter, Geschlecht, Lebensstil, Body Mass Index und kardiovaskulären Vorerkrankungen, die Frequenz von Saunabädern einen relevanten Einflussfaktor auf das Schlaganfallrisiko darstellt.

Eindeutiger ZusammenhangDie Ergebnisse wurden soeben in Neurology®, dem Medizin-Journal der American Academy of Neurology, veröffentlicht.

Bei der Befragung wurden Häufigkeit und Dauer des Saunabesuchs eruiert, wobei durchwegs die finnische Sauna-Variante mit hohen Temperaturen von 80 bis 100 Grad Celsius, niedriger Luftfeuchtigkeit und häufigem Aufguss in Betracht gezogen wurde.

Personen die zwei bis drei Mal wöchentlich in die Sauna gingen, hatten um ein 14 Prozent geringeres Schlaganfallrisiko als Personen, die nur einmal in der Woche in eine Sauna gingen. Die über 15 Jahre laufende Studie zeigte, dass das Schlaganfall-Risiko mit der Häufigkeit von Sauna-Besuchen sinkt, sagt Peter Willeit von der Medizinischen Universität Innsbruck. Die Ergebnisse gelten für Frauen und Männer gleichermaßen.

Die Frage der langfristigen BlutdrucksenkungDie Frage nach der Kausalität und den zugrundeliegenden Mechanismen dieses Zusammenhangs wird zum Teil durch einen analytischen Blick auf allgemeine Risiken für Herzkreislauf-Erkrankungen beantwortet.

Bereits vorangegangene Studien hätten gezeigt, dass häufige Saunagänge das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Bluthochdruck senken. Auch die Stimulierung des Immunsystems, der positive Einfluss auf das autonome Nervensystem und die Reduktion von oxidativem Stress nach Saunagängen liefern entsprechende Erklärungen.

In einer derzeit laufenden Studie untersuchen die Forscher die kurzfristigen Auswirkungen des Saunierens. Der niedrigere Blutdruck könnte laut den Forschern auch ein Grund für das verringerte Schlaganfallrisiko sein. Sauna-Gänge reduzieren auch die Steifigkeit der Gefäße.

Eine generelle Empfehlung für häufiges Saunieren wollten die Wissenschafter aber dennoch nicht aussprechen. Menschen mit Vorerkrankungen am Herzen sollten unbedingt mit einem Arzt sprechen, ob und in welchem Ausmaß Saunabesuche möglich sind.

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