Cambridge Analytica speicherte "abgeleitete" Facebook-Daten bis 2017

Cambridge Analytica speicherte Facebook-Daten angeblich bis 2017

In einem Bericht der britischen Zeitung "Guardian" kommen neue Gerüchte um die umstrittene Datenanalysefirma zu Tage.

Es ist DER Skandal im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl: Cambridge Analytica wertete millionenfach Facebook-Daten aus, um Wähler zu beeinflussen. Erst im April 2017 habe sich Facebook tatsächlich darum gekümmert, dass alle Daten nicht mehr vorhanden waren.

Der Fall werfe laut Guardian auch ein schlechtes Licht auf Mark Zuckerberg: Der habe im April 2018 bei der Befragung vor dem US-Senat ausgesagt, dass seinem Unternehmen von Cambridge Analytica und einer Reihe weiterer Firmen bestätigt worden sei, dass die Daten gelöscht seien. Facebook hatte das Unternehmen seit Dezember 2015 immer wieder zur Löschung der Informationen aufgerufen.

Im März war bekanntgeworden, dass sich Cambridge Analytica unerlaubt Zugang zu Daten von Millionen Facebook-Profilen verschafft hatte. Laut dem Artikel seien wohl Rohdaten entfernt worden, nicht aber die daraus abgeleiteten - und für die zielgerichtete Werbeansprache wichtige - Analysen und Vorhersagemodelle. Außerdem berichten nicht namentlich genannte Mitarbeiter, dass die Informationen versteckt auf den Servern der Firma gespeichert worden seien. Man habe sie nur abrufen können, "wenn du wusstest, wo sie waren", hieß es. Dabei ging es nicht nur um die Daten der rund 300.000 Umfrage-Teilnehmer, sondern auch um die ihrer Facebook-Freunde.

Am vergangenen Mittwoch erklärten Cambridge Analytica und die britische Dachgesellschaft SCL Group, sie hätten Insolvenz beantragt und stellen den Betreib ein.

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