"Isle of Dogs - Ataris Reise": Andersons Hunde

Poster zu

Eine ausführliche Kritik von "Isle of Dogs" finden Sie HIER. Nachdem er 1996 mit "Durchgeknallt" sein Debüt gab und in den folgenden Jahren moderne Klassiker wie "The Royal Tenenbaums", "Darjeeling Limited" und "Grand Budapest Hotel" nachlegte, begibt er sich für seinen zweiten Animationsfilm nach "Der fantastische Mister Fox" nun in die Ferne: In "Isle of Dogs - Ataris Reise" folgt er einer Gruppe kranker und von der Gesellschaft ausgestoßener Hunde, die im Japan der Zukunft auf einer einsamen Insel ihrem Schicksal überlassen werden.

Außer mit gewitzten Dialogen überzeugt "Isle of Dogs" vor allem durch seinen unaufdringlichen Humor und die liebevolle, detailversessene Ausstattung. Ein Großteil der Vierbeiner leidet an der auch für Menschen gefährlichen Hundegrippe, die die Regierung zum Handeln zwingt. Weil die Köter auch noch die Hundegrippe übertragen, macht Kobayashi kurzen Prozess und verordnet die Ghettoisierung der Hunde auf der abgeschotteten Trash Island, einer Insel, von der es kein Entrinnen gibt und die schon immer die Endlagerstätte für sämtlichen Umweltsünden Megasakis gewesen ist. Der 12-jährige Atari (Koyu Rankin) will sich aber nicht von seinem Hund trennen und crash-landet mit einem Flugzeug inmitten der Müllhalde, um seinen geliebten Spots (Liev Schreiber) wiederzufinden. Behilflich sind ihm dabei der widerspenstige und bissige Streuner Chief (Bryan Cranston) und seine etwas freundlicheren, weil domestizierten Hundekumpanen Rex (Edward Norton), King (Bob Balaban), Boss (Bill Murray) und Duke (Jeff Goldblum). Ein spannendes Abenteuer beginnt! Die zum Teil von Hand gebauten, zum Teil am Computer entstandenen Sets fügen sich ganz selbstverständlich zu einer futuristischen Welt zusammen.

Hier agieren in erster Linie die Hunde miteinander - und Wes Anderson liebt jeden einzelnen von ihnen.

Dass die Hunde im Film unsere Sprache sprechen, die Japaner aber Japanisch (und nicht untertitelt werden), ist der finale Kunstgriff in einem Animationsfilm, der nicht nur visuell zum Staunen bringt: "Isle of Dogs" ist vielleicht zuallererst ein Film über Kommunikation, und wie sie misslingt. Dabei kommt Andersons Film durch und durch als trübe Science-Fiction-Vorstellung daher, nur eben aus der Hundeperspektive.

Mit den Stimmen von: Edward Norton, Tilda Swinton, Francis McDormand, Greta Gerwig u. a. Denn anders als der ebenfalls gerade angelaufene Aardman-Puppentrick-Film "Early Man" ist "Isle of Dogs" zwar auch schon für ältere Kinder geeignet - in all seinen Anspielungen aber wohl doch eher von erfahreneren Fans zu würdigen.

Related:

Comments

Latest news

Zwei Kleinkinder in Frankreich von Pitpulls angegriffen
Laut einem Bericht des Onlineportals " La Provence " trug er eine 15 Zentimeter lange Wunde an der Wange davon. Laut Aussage einer Polizeisprecherin seien insgesamt drei Pitbulls am Stand herumgelaufen.

Kabinett bringt neue Klagerechte für Verbraucher auf Weg
Zudem seien betroffene Unternehmen einem Reputationsrisiko ausgesetzt - auch wenn die Klage am Ende erfolglos bleiben sollte. Die große Koalition hat deshalb verabredet, dass die Musterfeststellungsklage spätestens zum 1.

Neun regierungstreue Kämpfer bei Angriff Israels getötet
Zuvor hatte Sana gemeldet, die Luftabwehr Syriens habe - ebenfalls südlich von Damaskus - zwei israelische Raketen abgeschossen . Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten vor Ort.

Mann wirft Gegenstände von Gerüst am Musical Dome
Derzeit ist in Köln die Golgasse zwischen Rheinuferstraße und Hauptbahnhof gesperrt, wie die Polizei auf Twitter bekannt gibt. Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort, ein Spezial-Einsatzkommando wurde hinzugezogen, das das Gebäude durchsuchte.

Boden von Hawaii kommt nicht zur Ruhe
Es gab mehrere Erdbeben, die leichtere Schäden an Straßen auf Big Island verursachten und vorübergehend für Stromausfälle sorgten. Auf der Insel Hawaii sind ungefähr 35 Häuser durch die Lava vom Vulkan zerstört worden.

Other news