Mindestens fünf Tote bei Attacken in Kabul

Dutzende Tote bei zwei Anschlägen in Kabul

Erst am 30. April waren bei einem Doppelanschlag des IS in Kabul 25 Menschen ums Leben gekommen, darunter neun Journalisten. Das Viertel wird mehrheitlich von der Minderheit der Hasara bewohnt. Zwei Anschläge galten einem Polizeikontrollpunkt, zwei weitere einer Polizeiwache. Der IS erklärte sich für diesen Anschlag über sein Sprachrohr Amak verantwortlich. Sie gehören überwiegend der schiitischen Konfession an und sind Hassobjekte für die sunnitische IS.

Gleich vier Selbstmordanschläge haben am Mittwoch die afghanische Hauptstadt Kabul erschüttert. Unklar war zunächst, wer für diese Anschläge verantwortlich war.

Zunächst sei zur Mittagszeit eine Polizeistation in Kabul angegriffen worden, sagte ein Polizeisprecher.

In Schar-e Naw schossen Milizkämpfer nach den Explosionen auf das Polizeigebäude und andere Organisationen in der Nachbarschaft, wie Nadchib Danisch vom Innenministerium weiter mitteilte. In dem Viertel befinden sich auch Gebäude der Afghanistan International Bank, der Telekommunikationsfirma Etisalat sowie privater Organisationen und eines Reisebüros, das indische Visa für Afghanen ausstellt.

Die Gefechte am Schauplatz des zweiten Angriffs im zentralen Viertel Schar-e Naw in Kabul hielten am Abend noch an.

"Unsere Spezialeinheiten haben den Ort abgesperrt und versuchen, die Menschen zu retten, die sich in den Gebäuden verbarrikadiert haben", so der Ministeriumssprecher. Seit dem Ende der Nato-Kampfmission Ende 2014 verüben vor allem die Taliban Anschläge auf afghanische Regierungsziele oder Sicherheitskräfte, um ihre Macht wieder auszuweiten.

Bei einem offenbar unbeabsichtigten Luftangriff in der Provinz Badghis im Westen des Landes kamen zudem sechs Polizisten ums Leben.

Die USA und Afghanistan haben ihre Luftangriffe auf Extremisten verstärkt, seit US-Präsident Donald Trump im vergangenen August eine neue Strategie für das Land verkündet hatte und die dort stationierten Truppen aufstocken ließ.

Die afghanische Regierung hat für den 20. Oktober Parlaments- und Regionalwahlen angekündigt.

Bei mehreren Angriffen in Kabul sind am Mittwoch mindestens fünf Menschen getötet worden. Zu den Anschlägen bekannten sich die radikalislamischen Taliban und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

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