Vodafone will den kompletten deutschen Kabelmarkt kontrollieren

Vodafone kauft angeblich Liberty-Europa-Sparten

Damit wandert auch die deutsche Tochter Unitymedia in die Hände der Briten, die hierzulande seit dem Milliarden-Kauf von Kabel Deutschland bereits das größte Kabelnetz der Bundesrepublik betreiben. Der Telefonanbieter habe mit dem Mutterkonzern Liberty Global vereinbart, die Kabelnetze von Unitymedia in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien für 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen, wie das Unternehmen am Mittwochmorgen mitteilte. Sie kritisieren, dass Vodafone durch die Übernahme eine Monopolstellung auf dem Kabelfernsehmarkt erlangen könne. Geplant ist die Fusion aktuell für Mitte 2019.

Vodafone greift mit der geplanten milliardenschweren Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia die Deutsche Telekom frontal an.

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat in Deutschland nach eigenen Angaben etwa 7,2 Millionen Kunden - ausschließlich in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Seit 2014 ist Kabel Deutschland bereits in Vodafone integriert und eigentlich soll man auch "Kabel Deutschland" nicht mehr sagen. CEO Tim Höttges bezeichnete die mögliche Übernahme als "Inakzeptabel" und "nicht genehmigungsfähig". 2015 hatten sich beide Unternehmen auf den Austausch einiger Sparten geeinigt.

"Damit beschleunigen wir nicht nur unser eigenes Netz, sondern bringen auch die anderen Anbieter dazu, in den Ausbau von Gigabit-Netzen zu investieren und den Infrastruktur-Ausbau voranzutreiben", so Ametsreiter weiter. "Das hilft Deutschland, und wir glauben, dass wir damit einen wirklich starken Impuls für Innovation geben - und damit ein starkes Signal für den Markt".

Geht der Deal so über die Bühne, wäre es der größte der vergangenen fünf Jahrein der europäischen Telekommunikationsbranche. Tatsächlich will auch die Bundesregierung erreichen, dass in Deutschland jeder Haushalt bis 2025 einen schnellen Internet-Anschluss hat.

Damit könnte Vodafone im ganzen Land Mobilfunk, Fernsehen und Breitband im Paket anbieten. Mit der Übernahme würde Vodafone dann über ein Fernsehkabelnetz verfügen, mit dem knapp zwei Drittel aller bundesdeutschen Haushalte erreicht werden. Das wäre deutlich mehr als die Telekom derzeit mit ihren zumeist alten Telefonkabeln aus Kupfer auf der sogenannten letzten Meile erreicht.

Man kann natürlich jetzt diskutieren, ob es mit dieser Übernahme Probleme geben wird. Sie fürchten zudem, dass der Glasfaserausbau ausgebremst werden könnte.

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