Frankreich: Rettungsdienst nimmt Notruf nicht ernst - 22-Jährige stirbt

Ein Facebook Post zeigt Naomi Musenga eine farbige junge Frau mit langen Locken. Sie trägt ein buntes Sommerkleid

Wenig später erlitt sie einen Herzinfarkt und starb. Doch dort traf sie auf taube Ohren.

Naomi Musenga starb am 27. Dezember 2017, ihr Fall landete aber erst jetzt in den Medien. Doch als die junge Frau mit starken Beschwerden den Rettungsdienst anrief, wurde sie abgewimmelt.

Die junge Frau aus Straßburg hatte im Dezember mit starken Schmerzen und Blutungen den Notruf gewählt, wie die Lokalzeitung "L'Alsace" berichtete. Gesundheitsministerin Agnes Buzyn zeigte sich gestern im Kurzbotschaftendienst Twitter "zutiefst betroffen". Die Antwort einer Frau auf der anderen Leitung sorgt für Kopfschütteln: "Natürlich wirst du irgendwann sterben, wie alle anderen auch".

Fünf Stunden später rief Musenga erneut an und wurde von einem Notarzt ins Spital gebracht.

In dem Anrufmitschnitt ist zu hören, wie Musenga zu der Mitarbeiterin des Rettungsdienstes sagt: "Madame, helfen Sie mir". Weil die hörbar geschwächte und von Schmerzen geplagte Musenga außerdem nicht schnell genug beschrieben hatte, was ihr fehlt, wurde ihr gedroht: "Wenn Sie mir nicht sagen, was los ist, lege ich auf". Die Rettungsdienstmitarbeiterin erwiderte: "Ja, Sie werden sterben, eines Tages, wie jeder andere auch". Ausserdem ist zu hören, wie sie sich mit einem Kollegen über Musengas Anruf amüsiert.

Wiederholt empfahl die Mitarbeiterin des Rettungsdienstes, den Ärztedienst "SOS Médecins" anzurufen. Kurze Zeit später stirbt diese an multiplem Organversagen. Das tat die junge Frau auch. Laut dem Autopsiebericht, der der Zeitung vorliegt, ist noch unklar, ob ihr Tod bei früherer Hilfe hätte verhindert werden können.

Gesundheitsministerin Buzyn kündigte inzwischen die Aufarbeitung der "schweren Missstände" an. Schon seit Wochen beklagen Ärzte und Krankenpfleger, dass es zu wenig Personal und Ressourcen gibt.

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