Karlspreis für Macron: Machen ihn die EU-Staaten zum Macaron?

Im Dom angekommen Emmanuel Macron mit seiner Frau Brigitte

2018 wird der französische Präsident Emmanuel Macron geehrt und Merkel wird ihn als Preisträger würdigen. Die Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen ehrt den Präsidenten der Französischen Republik für seine "Neugründung des europäischen Projektes" und sein Eintreten für eine neue europäische Souveränität und eine neu strukturierte Zusammenarbeit der Nationen.

Zu den erwarteten Gästen beim Festakt im Aachener Krönungssaal zählen Staatsoberhäupter und Regierungschefs von Spanien, Luxemburg, Bulgarien, Kroatien, Litauen und der Ukraine.

Die Begründung der Auszeichnung könnte kaum euphorischer ausfallen - und die Erwartungen der Gastgeber in Aachen kaum größer. Um in Europa voranzukommen, müsse man sich auch von Tabus lösen, forderte Macron am Donnerstag in Aachen bei der Karlspreisverleihung in einer kämpferischen Rede. Vielmehr müsse Europa "sein Schicksal selbst in die Hand nehmen".

Macron hatte seit seiner Wahl vor einem Jahr in mehreren Reden Plädoyers für die Vertiefung der Union, für den Ausbau der Eurozone zu einer echten Fiskal- und Wirtschaftsgemeinschaft bis hin zu einem eigenen gemeinsamen EU-Finanzminister. Die Kraft der europäischen Idee werde sich gerade darin erweisen, ob sie gemeinsame Antworten auf die Sinnfrage findet oder ob weiter nationale Sinnstiftungsversuche Europa schwächen und immer mehr abwerten.

Als erste Institution wurde 1969 die Kommission der europäischen Gemeinschaften ausgezeichnet.

Berlin dämpfte solche Erwartungen allerdings schon vor der Verleihung.

Macron habe verstanden, dass es beim Blick auf die Zukunft Europas "auf die heutige Generation ankommt", hob Merkel hervor. Macron weiter: "Wir glauben alle fest an Europa! Wir wollen Europa!" Am Abend seines Wahlsiegs schritt er zum Klang der Europahymne durch den Innenhof des Pariser Louvre. "Sie haben in Ihrem Land einen proeuropäischen Wahlkampf geführt und gewonnen". Sein Leitmotiv eines "Europas, das schützt" ist auch eine Strategie, der Populisten-Kritik an der EU entgegenzutreten. Aus Deutschland kam bisher nichts -außer Meckern. Das sei eine schwierige Arbeit, aber man komme gut voran, heißt es. Deutschland sei gemeinsam mit Frankreich überzeugt, "dass wir einen neuen Aufbruch in Europa brauchen".

Rückendeckung bekommt Frankreichs Präsident auch aus der deutschen Bevölkerung. "Das gilt vor allem für die CDU- und CSU-Kollegen und Angela Merkel", sagte er.

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