Telemedizin: Ärztetag gibt Weg frei für ausschließliche Fernbehandlung

Egal ob am Telefon oder an Computern Online Diagnosen sind jetzt möglich

Mit großer Mehrheit hat der Deutsche Ärztetag den von der Bundesärztekammer vorgeschlagenen Ausbau von Fernbehandlungen beschlossen.

Der Deutsche Ärztetag hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, Telemedizin zu liberalisieren, damit der Kontakt zwischen Ärzten und Patienten künftig auch ausschließlich aus der Ferne erfolgen kann. Die Musterberufsordnung legt nun fest, dass eine ausschließliche Behandlung über Kommunikationsmedien im Einzelfall erlaubt ist, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche Sorgfalt gewahrt wird.

"Wir wollen und müssen diesen Prozess gestalten und dieses Feld mit unserer ärztlichen Kompetenz besetzen".

Die Neuregelung entspricht demnach den Forderungen des letztjährigen Ärztetages, einerseits die Behandlung und Beratung aus der Ferne unter bestimmten Anforderungen zu ermöglichen und andererseits den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt weiterhin in den Vordergrund zu stellen. Digitale Techniken sollten die ärztliche Tätigkeit unterstützen, dürften aber nicht die notwendige persönliche Zuwendung von Ärztinnen und Ärzten ersetzen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Entscheidung des Deutschen Ärztetags zur Liberalisierung des Fernbehandlungsverbots für Mediziner begrüßt. In Deutschland sind Sprechstunden per Anruf, Chat oder SMS bislang nur möglich, wenn sich Arzt und Patient mindestens einmal analog kennengelernt haben. Patienten blieben so unnötige Wege und Wartezeiten erspart - "und Ärzte können die digitale Welt aktiv gestalten, anstatt dass es andere tun". Dieser Expertenkreis soll die praktische Umsetzung des Beschlusses beraten: "Die neuen Möglichkeiten telemedizinischer Behandlung wollen wir jetzt auch für den Versorgungsalltag der Menschen erreichbar machen".

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