Sika und Saint-Gobain sind sich einig

Alles geklärt Eingang zum Sika Sitz in Zürich

Sika, die Familienholding Schenker-Winkler (SWH) und Saint-Gobain (SGO 0 0%) haben ihren Streit um die Kontrolle des Bauchemieunternehmens beendet und sich einvernehmlich geeinigt. Der Stimmenanteil von Saint-Gobain wird dann dem Kapitalanteil entsprechen.

Der seit Ende 2014 dauernde Übernahmestreit zwischen der Sika-Führung, der Besitzerfamilie und dem französischen Industriekonzern Saint-Gobain ist vom Tisch: Die Parteien haben sich geeinigt. Wie im Dezember 2014 vereinbart, wird Saint-Gobain die Schenker-Winkler Holding (SWH) übernehmen.

Urs F. Burkard zeigte sich im Namen seiner Familie erfreut, dass Saint-Gobain als beachtlicher Sika-Kunde auch grösser Sika-Aktionär sei. Darin spiegelt sich die Wertsteigerung von Sika.

Bis um 09.40 Uhr klettern Sika um 10 Prozent auf 8'255 Franken in die Höhe, während sich der Gesamtmarkt in einem ruhigen Geschäft nach dem Auffahrtsfeiertag kaum von der Stelle bewegt. Fr. enthalten. Im Vergleich mit dem Börsenkurs ist darin eine Prämie von 795 Mio. Fr. Der Verwaltungsrat von Sika wird eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, damit die Aktionäre die Einheitsaktie einführen und die Vinkulierungsklausel abschaffen.

In der Folge blockierte der Verwaltungsrat von Sika die Stimmrechte der SWH bei 5% und berief sich damit auf die Vinkulierungsklausel in den Statuten. Ausserdem sollen die von der SHW erworbenen eigenen Aktien (6,97 Prozent des Aktienkapitals) mittels Kapitalherabsetzung vernichtet werden. Der Vertrag zwischen der Sika-Erbenfamilie Burkard und Saint-Gobain läuft Ende dieses Jahres aus.

Pierre André de Chalendar, Verwaltungsratspräsident und CEO von Saint-Gobain, lässt sich zitieren, es sei eine sehr positive Einigung für Saint-Gobain, sowohl aus einer finanziellen als auch einer strategischen Perspektive. Viel wichtiger sei aber, dass mit dem nun erreichten Deal ein grosser Unsicherheitsfaktor sowohl für das Unternehmen wie auch für die Aktionäre wegfalle. Damit wird das Aktienpaket, welches sich Saint-Gobain per Vertrag gesichert hat, zum Schnäppchen. Danach hätte die Familie neu verhandeln können. Mit der jetzigen Einigung wäre sie jedoch ausbezahlt. Sie begründeten ihre Ablehnung unter anderem damit, dass Sika und Saint-Gobain im Mörtelgeschäft Konkurrenten seien.

Die Struktur und die Statuten von Sika sollen vereinfacht werden.

Für Saint-Gobain bedeutet die Einigung, dass die Franzosen zwar nicht die Kontrolle über Sika erhalten, aber immerhin eine lohnende Finanzbeteiligung.

In einer "umfassenden Vereinbarung" werden die Beteiligung an dem Unternehmen und die Verteilung der Stimmrechte neu geregelt, wie Sika in einer Medienmitteilung am Freitag schreibt.

Im Dezember 2014 verkaufte die Sika-Erbenfamilie Burkard ihre Kontrollmehrheit an der Firma für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain.

Ein Teil des Verwaltungsrats und das Management von Sika wehrten sich gegen den Verkauf. Da die Familie bzw. die SWH aber nicht ihre ganze Stimmkraft zur Geltung bringen konnte, misslang der Besitzerwechsel. Erfolglos versuchte die Familie, die Stimmrechtsbeschränkung für nichtig zu erklären. Das Zuger Kantonsgericht gab im Herbst 2016 dabei dem Verwaltungsrat von Sika recht. Das Urteil der zweiten Instanz wird in den nächsten Tagen erwartet.

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