Spotify löscht Musik von R. Kelly aus seinen Playlisten

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Trotzdem war die Musik des US-Popstars nicht nur jahrelang problemlos bei Spotify zu hören, sondern wurde auch in den Playlists des Streamingdienstes promotet. Die einzelnen Titel sollen demnach aber weiterhin abrufbar sein.

Seit gestern kann man keine Songs von R. Kelly in den Playlisten auf Spotify finden.

Spotify reagiert damit auch auf einen offenen Brief der "Time's Up"-Bewegung: "Wir fordern angemessene Ermittlungen und Untersuchungen der Vorwürfe gegen R. Kelly, die von Frauen und ihren Familien nun seit über zwei Dekaden erhoben werden". R. Kelly wies die Anschuldigungen zurück. Allerdings werde Wert darauf gelegt, dass die Musik, die der Streamingdienst anbiete, "unsere Werte spiegelt".

Nach einem Bericht der "New York Times" ergriff Spotify die gleichen Maßnahmen gegen den bereits verurteilten US-Rapper XXXTentacion.

Das musikalische Werk des Künstlers befindet sich nach wie vor auf Spotify, allerdings verzichtet man ab sofort auf jede Art der Promotion für R. Kelly. In einem aktuellen Prozess muss sich der Rapper wegen des Vorwurfs der schweren Gewalt gegen eine schwangere Frau rechtfertigen. Die Frauen hätten in einer sektenähnlichen Struktur gelebt und R. Kelly sei ihnen gegenüber wie ein "Meister mit totaler mentaler Kontrolle" aufgetreten.

Der Internetdienst Buzzfeed hatte im Juli 2017 berichtet, R. Kelly habe mehrere Frauen, die in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihm standen, ausgenutzt. Zudem klagte eine weitere Frau gegen den Popstar, dieser habe sie mit einer Geschlechtskrankheit infiziert - obwohl er von der Krankheit gewusst habe. Die Musiker hätten in Verbindung mit Rassisten oder Neonazis gestanden.

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