Säbeltanz und Iran-Sanktionen : Trump hat steigenden Ölpreis in der Hand

Saudi-Arabien droht Wenn der Iran Atomwaffen baut tun wir es auch

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und harte Sanktionen gegen das Land angekündigt, ebenso wie gegen alle Staaten, die den Iran beim Streben nach einer Atombombe unterstützten. Für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni musste bis zu 70,76 Dollar gezahlt werden. Israelischen Angaben zufolge beschossen iranische Kuds-Brigaden in der Nacht zum Donnerstag israelische Stellungen auf den Golanhöhen. Das israelische Militär wiederum griff iranische Stellungen in Syrien an. In den vergangenen Monaten hatte die israelische Armee mehrfach Ziele in Syrien attackiert.

Der Ölpreis hat bereits auf die Nachricht reagiert und stieg auf das höchste Niveau seit November 2014. Tatsache ist, dass sich im Ölpreis hartnäckig eine geopolitische Risikoprämie aufgebaut hat, die sich durch die Trump-Ankündigung nun noch einmal gerechtfertigt hat.

Allerdings ist es alles andere als klar, was der Schritt der US-Regierung für den Ölmarkt konkret bedeutet. Die Europäische Union hält Trumps Entscheidung für gefährlich für die Lage im Nahen Osten und will die Sanktionen ausgesetzt lassen. Die tägliche Fördermenge von rund 3,8 Millionen Barrel (159 Liter) entspricht knapp vier Prozent der weltweiten Ölförderung.

Dies erklärte ein Vertreter des saudischen Energieministeriums am Mittwoch nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur SPA.

Das Königreich ist dem Bericht zufolge bereit, mehr zu fördern und damit für eine Stabilisierung zu sorgen. Die Herrscher in Riad stimmen sich laut dem von Reuters befragten Gewährsmann eng mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ab, die dieses Jahr den Opec-Vorsitz innehaben. Seit Monaten treten maßgebliche Exportländer wie Saudi-Arabien und Russland auf die Förderbremse, um die Preise zu stützen. Marokko hat deshalb, wie schon Saudi-Arabien, die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen. Im Vergleich zu seinem Tief von Januar 2016 hat sich der Brent-Preis deswegen in etwa verdreifacht. Durch den gestiegenen Ölpreis wird die technisch aufwendige und kostspielige Förderung von Schieferöl profitabler.

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