Teilerfolg für Autozulieferer Prevent im Streit mit VW

Ein helles Fabrikgebäude steht ab Waldrand darüber ziehen dunkle Wolken

Im juristischen Streit mit VW hat der Autozulieferer ES Automobilguss Schönheide nur einen Teilerfolg erzielt. Das Landgericht Leipzig verpflichtete den Autobauer aus Wolfsburg in einer einstweiligen Verfügung, 30 Prozent des früheren Umfangs der von ES Guss gefertigten Bauteile abzunehmen. Die Regelung soll bis 26. April 2019 gelten, sofern nicht schon vorher eine Entscheidung im Hauptverfahren fällt. Die Verträge waren von Volkswagen im März dieses Jahres fristlos gekündigt worden. VW sieht dies anders: Nach Auffassung des Autokonzerns waren die Verträge 2016 nur durch Erpressung zustande gekommen.

Prevent hatte damals mit einem Lieferboykott bei dem Autokonzern die Bänder zum Stillstand gebracht. ES Guss in Sachsen beschäftigt 300 Mitarbeiter und fertigt Getriebe für VW. Das Gericht folgte damit in Teilen einem Vergleichsvorschlag, den VW in der vorherigen Anhörung Ende April unterbreitet hatte. Dieser wurde jedoch von ES Guss abgelehnt, wie das Gericht weiter mitteilte. Einen weiteren Streit mit Volkswagen führt Prevent auch über ihre saarländische Tochter Neue Halberg Guss. Auch mit anderen Autobauern streiten Unternehmen aus der Prevent-Gruppe der bosnischen Investorenfamilie Hastor teils erbittert um Liefer- und Vertragskonditionen. Mit dem Entscheid, der Volkswagen verpflichtet, zunächst 30 Prozent der vereinbarten Liefermenge auf ein Jahr abzunehmen, könne ES Guss jedoch nicht zufrieden sein.

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