Weißes Haus streicht NASA-Programm zur Überwachung von Klimawandel

Nasa stellt Projektion zum Klimawandel ins Netz

Nicht so für das Carbon Monitoring System (CMS) der Nasa. Begleitet wurde die Entscheidung von Angriffen auf Klimawissenschaftler.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat Berichten zufolge das Herunterfahren eines wissenschaftlich anerkannten Klimaschutz-Programmes der US-Raumfahrtbehörde Nasa eingeleitet. Das Programm diente auch internationalen Messungen zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens. Das Programm (jährliche Kosten: zehn Millionen Dollar, das sind umgerechnet 8,36 Millionen Euro) hatte den klimaschädlichen Emissionen von Kohlendioxid und Methangas nachgespürt und deren Gehalt in der Atmosphäre überwacht.

Die Streichung des CMS-Programms ereignet sich nur einen Monat, nachdem die Führung der NASA in die Hände eines Mannes überging, der am Klimawandel zweifelt. Es erstellte zudem hochauflösende Modelle der Kohlendioxidströme.

Die Zeitschrift zitierte den Nasa-Sprecher Steve Cole, demzufolge in dem vom Kongress im März verabschiedeten Haushalt an keiner Stelle von CMS die Rede ist.

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte Cole, Trump habe die Streichung im vergangenen Jahr vorgeschlagen - zusammen mit der von vier weiteren Wissenschaftsmissionen der Nasa. Für diese vier anderen Missionen aber habe sich der Kongress nach langen Beratungen eingesetzt und sie in das Budget hineingeschrieben.

Trump hatte im vergangenen Juni angekündigt, aus dem 2015 in Paris geschlossenen internationalen Klimaschutzabkommen aussteigen zu wollen, weil dieses die Vereinigten Staaten benachteilige und Jobs koste. Ein formeller Ausstieg ist allerdings frühestens Ende 2020 möglich. Damit sei auch die Überwachung der Klimaziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen in Gefahr, sagte Klimaforscherin Kelly Sims Gallagher von der Tufts University dem Magazin "Science".

Nach Meinung von Kritikern schwächt Trump mit dem Schritt die US-Klimawissenschaft und verhindert verlässliche Angaben über Veränderungen von Treibhausgasausstößen in der Zukunft über die USA hinaus.

Diese Nachricht wurde am 12.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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