Erste Parlamentswahl im Irak nach Sieg gegen IS hat begonnen

Eine irakische Frau gibt ihre Stimme bei der Parlamentswahl am 12. Mai ihre Stimme

Sie entschieden unter fast 7.000 Kandidaten über 329 Sitze im irakischen Parlament. Mit ersten Ergebnissen wird am Dienstag gerechnet. Insgesamt 87 Parteilisten treten an. Hinter Al-Abadis Liste liege die Allianz des einflussreichen schiitischen Predigers Moktada al-Sadr, hieß es aus der Wahlkommission und aus Kreisen der Sicherheitskräfte unter Berufung auf inoffizielle erste Auszählungsergebnisse. Al-Sadr hatte sich im Wahlkampf für Reformen und die Bekämpfung der Korruption eingesetzt.

Dieser gilt vielen Irakern wegen seiner Rolle im Kampf gegen die Dschihadisten als Kriegsheld.

Hadi al-Ameri fordert einen kompletten Abzug der Amerikaner und kritisiert unter anderem genauso Abadi, welcher versucht die starke Bindung zum Iran durch einen Annäherungsversuch an dessen Rivalen Saudi-Arabien auszugleichen. Al-Abadi rief die Iraker am Freitagabend auf, wählen zu gehen.

Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung bei rund 60 Prozent.

Haider al-Abadi: Wird der amtierende Ministerpräsident die Wahl gewinnen? In der Hauptstadt Bagdad betrug die Wahlbeteiligung nur 32 Prozent, wie aus der Wahlkommission verlautete. Zahlreiche Wähler forderten ein Ende der weit verbreiteten Korruption im Land. Nach den Kämpfen gegen die Extremisten sind große Teile des Iraks zerstört. Der IS hatte 2014 ein "Kalifat" im Irak und Syrien ausgerufen.

Auch nach der Vertreibung der Terrormiliz sind noch mehr als zwei Millionen Iraker Binnenflüchtlinge. Erste Ergebnisse werden wegen eines neuen elektronischen Wahlsystems bereits am Samstagabend erwartet.

Hatte der rasante Aufstieg des IS vor allem auch damit zu tun, dass die sunnitische Minderheit im Irak unter Premier Haidar al-Abadis Vorgänger al-Maliki aus dem politischen Leben ausgeschlossen war, so hat der Krieg gegen den IS die schiitische Mehrheit im Irak weiter gestärkt - dem Iran aber mehr Einfluss verschafft, als jemals zuvor. Er präsentiert sich als Verfechter einer Politik des Ausgleichs zwischen Schiiten und Sunniten sowie zwischen Teheran und Washington. Sie sind geschwächt, nachdem ein kontroverses Referendum über die Unabhängigkeit der kurdischen Autonomieregion im September dazu geführt hatte, dass die Zentralregierung den Kurden einen Teil ihrer Gebiete abnahm.

Wer auch immer neuer Ministerpräsident wird, steht vor der Mammutaufgabe, das Land wieder aufzubauen. Bei einer internationalen Geberkonferenz im Februar in Kuwait waren dem Land 30 Milliarden Dollar (etwa 24 Milliarden Euro) zugesagt worden.

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